Samstag, 2. Oktober 2010

PLO-Exekutivkomitee gegen Friedensverhandlungen

Das Exekutivkomitee der PLO hat in der heutigen Sitzung in Ramallah beschlossen, die Anfang September begonnenen Gespräche mit Israel auszusetzen, berichten mehrere Nachrichtenagenturen, darunter France Press. Eine Frühmeldung darüber gab es hier bereits am 26. September  . Begründet wurde die Entscheidung damit, dass Israel den Bau in den jüdischen Städten Judas Samarias wieder aufgenommen habe. Dies teilte im Anschluss an die Sitzung Abbas' Sprecher Abu Rudeina mit. Premier Netanjahu rief die Palästinenser erneut auf, das Ende des Moratoriums nicht als Vorwand zum Abbruch der Gespräche zu nutzen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er rief die Weltgemeinschaft auf, hierzu Druck auf die Palästinenser auszuüben.
Verunsicherung in der PA löst derweil die Ungewissheit über das Votum der Arabischen Liga, die Ende kommender Woche tagen soll. Die offzielle Position der Liga, mehrfach durch Generalsekretär Moussa verlautbart, gleicht der der PA - anderen Quellen zufolge bekenne sich die Liga aber zur "Notwendigkeit der Fortsetzung des begonnenen Friedensprozesses im Interesse der Zukunft des Nahen Ostens". PA-Sprecher Abu Rudeina fügte hinzu, dass die Palästinenser bereit seien, Gespräche mit den US-Vermittlern fortzusetzen. Damit lässt sich die PA eine gewisse Hintertür offen und sichert sich gegen die Schuldzuweisung am endgültigen Scheitern ab. [Foto: Abbas mit Maschal, Hanija, (Hamas)]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen