Sonntag, 3. Oktober 2010

Russlands Atomexperten fliehen aus dem Iran

Wie Debka meldet, sind gegenwaertig dutzende russische Atomexperten samt Familienangehoerigen dabei, den Iran fluchtartig zu verlassen. Hintergrund ist die Infizierung iranischer Industrieanlagen durch den Tojaner Stuxnet und der Verdacht iranischer Geheimdienste, russische Atomexperten koennten dabei eine Schluesselrolle gespielt haben. Ein nicht namentlich zitierter Atomingenieur in Moskau gab bekannt, dass im Iran bereits Festnahmen und Verhoere seiner Kollegen stattfinden. Die Erklaerung des iranischen Geheimdienstministers Heidar Moslehi [wir berichteten], man habe mehrere mutmassliche Spione verhaftet und den weiteren Schaden abgewendet, bezieht sich de facto wohl auf den engsten Kooperationspartner und Foerderer des iranischen Atomprogramms - Russland.
Russlands Atomingenieure sind die einzigen auslaendischen Kraefte, die uneingeschraenkten Zugang zu allen Systemen und Anlagen des Reaktors in Buscher und anderen Teilsystemen des iranischen Nuklearprogramms hatten bzw haben, sie sind bestens mit den Siemens-Steuerungsmodulen vertraut und kommen zwangslaeufig in Frage, wenn jemand mit einem Flash-Memory-Stick in die sonst abgeschotteten Industrieserver eindrang. Man beschaeftige sich jetzt laut Moslehi damit, festzustellen, ob die Aktion geplant und vom russischen Geheimdienst koordiniert gewesen sei, oder die russischen "Virustraeger" das Virus unwissentlich einpflanzten, weil ihre Ausruestung bereits vorinfiziert gewesen sei - davon werde das weitere Vorgehen mit den Inhaftierten abhaengen.

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