Montag, 15. November 2010

Amirs Einzelhaft soll gelockert werden

Amir, Foto: Arutz 7
Laut Arutz 7 wurde dem Antrag von Igal Amir, der wegen Mordes an PM Rabin eine lebenslange Haftstrafe absitzt, auf Verbesserung seiner Haftbedingungen vor dem BAGAZ [obersten Gerichstshof] entsprochen. 
Amir sitzt seit 15 Jahren in einer Isolationshaft, seiner Ehefrau Larissa Trimbovler zufolge gleicht das einer Foltermethode, die in keinem zivilisierten Land angewendet werde. Diese Form der Haft werde in einem zivilisierten Land fuer maximal sechs Monate verhaengt. In Israel ist das auch so, nur werde die Einzelhaft Amirs schon seit 15 Jahren automatisch verlaengert. Dies geschehe mit unterschiedlichen Begruendungen, mal gehe es um Amir's eigene Sicherheit, mal um die Sicherheit anderer Haeftlinge, mal um die Verhinderung der Verbreitung seines Gedankengutes, das der Staat fuer gefaehrlich haelt. 
Dem letzten Antrag Amirs auf die Lockerung der Einzelhaft wurde nun seitens der Staatsanwaltschaft entsprochen, die sich bereit erklaert habe, einen Mitinsassen in Amirs Gefaengnisszelle wohnen zu lassen, sollte sich einer finden, der das ausdruecklich moechte. Amirs Verteidiger argumentierte, dass, im Vergleich zum anderen Verurteilten, der aus der Sicht des Staates ebenso gefaehrlich war - dem Hochverraeter Mordechai Vanunu - Amir diskriminiert werde: Vanunu wurde nach 11 Jahren aus der Isolationshaft entlassen, waehrend Amir bereits 15 isoliert sei.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen