Dienstag, 2. November 2010

Bagdad versinkt im Blut, versuchter Anschlag auf das Kanzleramt [aktualisiert]

Vor wenigen Stunden hat sich in Bagdad einer der heftigsten dort jemals verübten Terroranschläge ereignet: am späten Abend gingen an verschiedenen Stellen der mehrheitlich schiitischen Bezirke gleichzeitig mindestens 19 Bomben und Sprengsätze hoch, weder Polizeistationen noch Armeestützpunkte oder Rettungssanitäter blieben verschont. Debka berichtet von mindestens 120 Toten und mindestens 300 Verletzten. Die Anschläge, teils von Selbstmordattentätern verübt, wurden mit schwerem Maschinengewehrfeuer begleitet, Feuer brachen aus. Irakische Armeeoffiziere befürchten, dass die Stadt ausser Kontrolle gerät und dass es ich nur um einen Anfang einer grossangelegten Terrorwelle handeln könnte. Das medizinische Versorgungssystem ist zusammengebrochen, die Armee hat Panzer und gepanzerte Fahrzeuge auf den Brücken über dem Fluss Tigris, der die Stadt teilt, platziert.
Interimspremierminister Nouri al-Maliki hat einen Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre verordnet, bis die Kontrolle über die Stadt wiederhergestellt ist. Er hat zusätzliche zwei bis drei Panzerbrigaden der irakischen Armee in der Stadt zusammenziehen lassen. Hinter den Anschlägen wird das sunnitische Terrornetzwerk Al Qaida vermutet. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an unseren Artikel vom 25.08.10

Gleichzeitig erhalten europäische Botschaften in Griechenland und EU- Regierungschefs Bombensendungen, wie zuletzt Sarkozy und nun die Bundeskanzlerin Merkel. Auch wenn die deutschen Behörden eine Spur nach Griechenland sehen, woher die Sendung gekommen sein soll, und wo "Linksautonome" die Hauptstadt seit Tagen in Atem halten, ist der Zusammenhang mit den Bombensendungen aus dem Jemen, zumindest aufgrund der "Methodik" und des gleichen Zeitraums, nicht gleich von der Hand zu weisen. Nach wie vor ist weniger von einem "Oder", sondern einem "Sowohl-als-auch" auszugehen: von einer Gemeinschaftsproduktion der linksfaschistisch-islamistischen Internationale. Auf der anderen Seite des Atlantik wird derweil ein erster Denkzettel an den willfährigen Islamversteher, US-Präsidenten Hussein erwartet. [Foto: Bagdad am 2.11.10, Debka ]

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