Montag, 15. November 2010

Der Zaun kommt

Premierminister Netanjahu sprach heute im Kibbuz Sde Boker in einer Gedenkveranstaltung zu Ehren des ersten israelischen Premierministers David Ben-Gurion. U. a. eriunnerte Netanjahu die Anwesenden an drei Leitprinzipien, die fuer die Politk Ben-Gurions massgeblich waren: 1. Keine Friedensvertraege zuungunsten der Sicherheit Israels abschliessen; 2. Den Status Jerusalems als ewige und unteilbare Hauptstadt des Landes und Volkes Israel  zu schuetzen und zu bewahren; 3. Die Negev-Wueste als prioritaeres Entwicklungsgebiet des juedischen Staates zu betrachten.  
In Bezug auf den letztgenannten Punkt sagte Netanjahu, dass die Grenzen des Negev heute "Grenzen des Friedens" sind, gemeint sind die beiden Friedensvertraege. Doch diese wurden nicht dazu abgeschlossen, um einen unkontrollierten Zuzug von illegalen Einwanderern aus den afrikanischen Laendern zuzulassen.  Die Bemerkung koennte auch als [viel zu] leiser Vorwurf an die Nachbarn verstanden werden, nicht genug gegen dieses Phaenomen zu unternehmen. "Bereits in zwei Wochen beginnt an der israelisch-aegyptischen Grenze die Errichtung einer Sperranlage, die diese gefaehrliche Tendenz stoppen wird". Diesen "zwei Wochen" gingen mindestens vier Jahre einer unkontrollierten Infiltration von Afrikanern meistens unbestimmter oder unbestimmbarer Herkunft nach Israel. Inziwschen gleicht die alte zentrale Busstation Tel Avivs und deren Hauptattraktion "Gan Levinsky" [Park "Levinsky-Garten"] einem Sammellager obdachloser Afrikaner unter freiem Himmel, ein no-go-area tags und nachts. Bei der Bewaeltigung des Problems zeigen die Nachbarlaender wie auch die Staaten der EU und Afrikas Israel bislang die kalte Schulter.

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