Dienstag, 9. November 2010

Jedem seine Enttaeuschungen

Die USA seien enttaeuscht durch die Entscheidung Israels, 1300 Wohnungen in Jerusalem zu bauen, berichtet Kol Israel. Eine hochrangige Quelle in Jerusalem hat in Reaktion auf die Erklaerung aus Washington mitgeteilt, man sollte nicht vergessen, dass es sich um die Hauptstadt handelt, die vom Rest des Landes untrennbar ist: "Jerusalem ist kein Verhandlungsgegenstand. Ausserdem weiss jeder der mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut ist, dass Ramot und Har Homa juedische Viertel sind." 
Die Londoner Zeitung al Hayat berichtet von der "Unzufriedenheit" des US-Praesidenten, der im Zeitpunkt der Ankuendigung des Baus - waehrend der israelische Premierminister die USA besuche -  eine "besondere Symbolik" erkannt haben will und oeffentliche Treffen mit Netanjahu von nun an meiden wolle.
Auf der Konferenz der juedischen Gemeinden Nordamerikas sprach Netanjahu gestern wiederum ueber die antiisraelische Agitiertheit einiger UN-Institutionen [UNESCO], die etwa juedischen Patriarchen- und Matriarchengraeber zu Moscheen erklaeren. Die gleiche Besorgnis wuenschte er sich wegen der Weigerung der PA, Israel als juedische Heimstaette anzuerkennen - eine elementare Voraussetzung der Friedensgespraeche - wie sie beim Wohnungsbau in der Hauptstadt geaeussert wird.
Beim Treffen mit dem UN-Generalsekretaer Ban ki Moon sagte Netanjahu: "Unsere Verbindung zur Grabstaette [Rachels] ist mehr als 4000 Jahre alt. Und die Versuche der UNESCO, die Geshcichte zu faelschen und die Zugehoerigkeit des Rachelsgrabes zum juedischen Erbe zu bestreiten oder zu relativieren sind unzulaessig und stellen die Autoritaet dieser Einrichtung selbst in Frage."

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