Sonntag, 7. November 2010

Linksextreme Boykottaufrufe gegen Kulturzentrum

Kulturzentrum Ariel [ynet]
Am Freitag wurde bekannt, dass eine Gruppe von "linken Intellektuellen" an die Truppe des Stadttheaters von Beer Sheva einen offenen Brief gesandt hat mit der Aufforderung, das erst vor kurzem fertiggestellte Kunst- und Kulturzentrum der Stadt Ariel zu boykottieren. Zur Begründung heisst es, dass die "flourierende Stadt auf besetztem Gebiet [errichtet worden sei], während wenige Kilometer entfernt die Palästinenser in Flüchtlingslagern und in grosser Armut leben, und nicht nur keine Theaterkarten für Aufführungen in Ariel kaufen können, sondern teils gar keinen Zugang zum Leitungswasser haben." Der Brief ist ein Sammelsurium üblicher links-chaotischer Glaubenssätze über die notleidenden Palästinenser, die brutalen Besatzer und Siedlungen, verfasst von Menschen, die keinen Bezug zu Erez Israel haben, sich selbst und das Heilige Land hassen. Weder ist Juda-Samaria von Juden besetzt, noch sind die dortigen Araber notleidend oder ohne Leitungswasser, die Uni Ariel ist für jüdische wie arabische Studenten gleichermassen offen, wie es das neue Kunstzentrum auch sein wird. Aber es geht nicht darum, die ranzig gewordenen Lügen einer unbelehrbaren Minderheit auseinander zu nehmen. Es geht ums Geld.
"Die grosse Mehrheit der Israelis hat die Nase gestrichen voll von einer Clique Geistesgestörter, die israelische Theater und Kinos im Würgegriff hält", sagte MK Yariv Levin [Likud] am Samstagabend dem Nachrichtenportal ynet zufolge. Er hat angekündigt, eine Dringlichkeitssitzung des Ausschusses der Knesset für Bildung und Kultur zu beantragen, die die Kriterien für die staatliche Förderung von Kultureinrichtungen neu festlegen wird. "Die neuen Kriterien werden Arbeiten fördern, die unser einzigartiges Kulturerbe zum Gegenstand haben - und nicht die Boykottkampagnen. Es ist an der Zeit, den Zustand zu beenden, bei dem das Geld des Steuerzahlers in die Taschen marginaler Randgruppen fliesst, die es für anti-zionistische und anti-jüdische Kampagnen verwenden und zum Boykott des Publikums aufrufen, von dem sie selbst finanziert werden." Der Skandal hat selbst in den Reihen der linken Kadima für Kritik gesorgt, die aber politisch korrekter ausfiel. MK Otniel Schneller [Kadima] hat sich dafür ausgesprochen, die Theaterakteure darüber zu informieren, dass Ariel und die Nachbarschaft "bei jeder künftigen Vereinbarungen mit der PA unter israelischer Souveränität bleiben werden". Sollte sich die Theatertruppe aus Beer Sheva von der Kampagne nicht einschüchtern lassen, wird sie bei der Eröffnung des Zentrums nächste Woche wie geplant auftreten.

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