Sonntag, 14. November 2010

MK Shama: Islamistenhochburgen an die PA abtreten

Der Lösungsansatz von Aussenminister Avigdor Lieberman, der einen Bevölkerungs- und Gebietstausch mit der PA vorsieht, hat offensichltich auch in der regierenden Likud seine Anhänger gefunden. Der Ansatz sieht keinen so unpopulären "Transfer" von Arabern in den künftigen PA-Staat vor, sondern eine neue Grenzziehung zwischen Israel und der PA, bei der jüdische Städte Judas-Samarias auch rein formell an Israel angeschlossen werden, wärhend die mehrheitlich von Arabern bewohnten Städte des israelischen Nordens und der Galil an die PA abgetreten werden. Auf einer Tagung in Beer Scheva erklärte MK Carmel Shama [Likud]: "In jeder Schlussvereinbarung mit der PA müssen wir das [arabische] Dreieck [Tira, Taibe] sowie das Gebiet Umm el Fahm an die PA übergeben. Ginge es nach mir: wenn wir keine Brüder[völker] sind, müssen wir uns voneinander trennen. Ich bin nicht für eine Übersiedlung, ich würde die Gebiete einfach an die palästinensische Autonomie abtreten." 
Die Haltung der letzteren zu diesem Vorschlag ist bislang unklar, ebenso, wie die des israelischen Premierministers, der am späten Samstagabend das "Siebner-Kabinett" zusammengerufen hat, um es über die "Ergebnisse" seiner letzten USA-Reise und seines 7,5-stündigen Gesprächs mit US-Aussenministerin Clinton zu informieren.

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