Dienstag, 30. November 2010

Parlamentswahl in Aegypten: State Dep. ist unzufrieden

Das State Department in Washington ist dieser Tage unzufrieden. Nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit der Parlamentswahl in Aegypten vom vergangenen Sonntag. Der Pressesprecher der Anstalt Philip Crowley sagte, die USA seien ueber die Durchfuehrung und den Ausgang der Wahl, der es an Transparenz gemangelt habe, "enttaeuscht". Im Vorfeld liess das Regime Mubarak die oppositionellen "Moslembrueder" naemlich zu hunderten in den Knast werfen, nach dem vorlaeufigen Ergebnis des ersten Durchgangs der Wahl haben die Steinzeitsislamisten, die jetzt 88 Mandate im Parlament haben, fast alle Sitze verloren. 
Diese aegyptische "Opposition", die die USA unterdrueckt sehen, hat vor der Wahl versichert, dass sie einen islamischen "Gottestaat" errichten und den Friedensvertrag mit dem "zionistischen Feind" fuer Null und nichtig erklaeren wuerde. Die USA wollen in einem arabisch-islamischen Land eine lupenreine Demokratie haben. Anstatt fuer sein Regime zu beten, der mit eiserner Hand islamistische Umtriebe im eigenen Land im Schach haelt und in Nahost einen wesentlichen Stabilitaetsfaktor darstellt, stellen sie Mubarak an den Pranger. Die geistigen Weggefaehrten der Moslembrueder in Afganistan, Pakistan und im Irak schlachten sie mit ihren Drohnen woechentlich zu dutzenden ab, aber von Mubarak verlangen sie, er soll ihnen mehr Spielraum gewaehren. Solche Tatsachen sind es, die einen zum Schluss zwingen, dass die USA Istabilitaet und Krieg - fernab der Heimat - wie die Luft zum Atmen brauchen. Diese und aehnliche Tatsachen sind es, weshalb man die USA aus dem Rest der Welt verjagen moechte.

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