Donnerstag, 18. November 2010

Regierung bittet Aeltere zur Kasse

Die Regierung Netanjahu muss sich den Vorwurf asozialer Umverteilungspolitik und der Dummheit gefallen lassen. Assozial deshalb, weil das Finanzministerium und das Bauministerium beschlossen haben, mehr Geld fuer Altersheimunterkuenfte zu verlagen, und dumm, weil dies eine Steilvorlage fuer die Opposition ist. Heute trafen sich Vertreter der Vereinigung "Hasit ha'kavod" [etwa : "Altern in Wuerde"] mit der Oppositionsfuehrerin Zipi Livni, die sich die Chance nicht entgehen liess, mit den Aelteren, die sich die Regierung zur Konsolidierung der Staatsfinanzen vorgenommen hat, zu posieren.
"Wie kann man sich so verachtend gegenueber den Aelteren und Kriegsveteranen verhalten? Man erhoeht die Unterkunftspreise fuer die Altersheime, und ab Januar will man auch noch eine Fernsehsteuer fuer Aeltere einfuehren, was es nie gab. [...] Wie lange darf man noch uns in die Taschen greifen?"- beklagte sich zurecht einer von den Hostel-[Altenheim] -Bewohnern in Jerusalem. Mehr noch, "vor einem Jahr schrieben wir an PM Netanjahu - und haben bis jetzt keine Antwort erhalten", sagte Alexander Berman, Geschaeftsfuehrer von "Hasit ha'kavod". Die Protestierenden beabsichtigen, am 21. November ein Protestzelt im Rosengarten nahe der Knesset aufzubauen. Auch innerparteilich kann nicht jeder diesen Schritt gegen die Interessen die Schwaechsten der Gesellschaft  nachvollziehen. MK Dani Danon [Likud] hat vom Finanzminister Steinitz [Likud] und dem Bauminister Atias [Schas] gefordert, die Initiative umgehend zurueckzunehmen, andernfalls werde man mit der "Kraft des Gesetzes" dagegen vorgehen. Doch der Premier der politischen Gattung wirbelsaeulenloser Weichtiere ist viel zu sehr mit Hussein, Clinton und Abbas beschaeftigt, wo bleibt da noch Zeit fuer ein Paar tausend Hostelbewohner daheim?

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