Sonntag, 7. November 2010

" Schade, dass Hitler sein Werk nicht vollendet hatte"

Nach der so eben geschilderten idyllischen Geschichte der Freundschaft eines israelischen Beduinen Abu Ghanem mit dem kantigen Avigdor Lieberman gewinnt man dank naechstem Bericht gleich wieder an Bodenhaftung. In der Nacht zum Sonntag wurde in der Stadt Rahat auf Anordnung der israelischen Grundstuecksverwaltung eine illegal errichtete Moschee abgerissen, die mit dem Geld des "Nordfluegels der islamsichen Bewegung" errichtet wurde. In der kleinen Stadt gibt es allein mindestens 6 Moscheen, die illegal errichtet wurden, und von denen wurde soeben eine abgerissen. Um die Durchsetzung staatlichen Rechts zu ueberwachen, wurden in der Beduinenstadt hunderte Polizisten zusammengezogen. Der Abriss wurde von heftigen Ausschreitungen von Beduinen, Steinewuerfen und Angriffen auf Polizisten begleitet, die Unruhen dauern an, angeheizt durch die Anfuehrer der angereisten Islamisten des selben Nordfluegels.
Der Polizeipraesident des Bezirks Sued Johanan Danino erklaerte im israelischen Rundfunk: "In Rahat gibt es Dutzende Moscheen, und es gibt Moscheen, die sich gegenwaertig im Bau befinden - mit einer Baugenehmigung, wie sie fuer alle sonstigen Bauten notwendig ist, sei es fuer Synagogen, Moscheen oder Wohnhaeuser. Doch der Versuch der 'islamischen Bewegung' ihren Einfluss unter Missachtung jeglichen Rechts zu zementieren, wird von der Polizei als ein sehr ernsthafer Vorgang betrachtet und unterbunden." Der Polizeipraesident koennte noch hinzufuegen, mit welcher Inbrunst Synagogen in Juda-Samaria abgerissen werden, die das zustaendige Verteidigungsministerium als illegal errichtet betrachtet.
Aus Protest gegen den Abriss hat die Stadt einen Streik ausgerufen, in den Schulen findet vorerst kein Unterricht statt. Die wuetende Menge rief antiisraelische Parolen und drohte mit einer dritten Intifada. Im staatlichen Rundfunk Kol Israel sagte ein israelischer Staatsbuerger aus Rahat: " Schade, dass Hitler sein Werk nicht vollendet hatte." Welches Werk der Araber meinte, muss nicht extra erlaeutert werden. Die Antwort auf die Frage, wer fuer die Beduinengemeinde repraesentativer ist - Abu Ghanem aus der unteren Geschichte, den Lieberman seinerzeit  mit dem staatlichen Amt versorgte, oder dieser anonyme Buerger - ist leider offensichtlich und traurig.

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