Mittwoch, 17. November 2010

Talabani gegen Vollstreckung des Aziz-Urteils

Talabani (l.), soz.Kongress, Arutz7
Der Praesident des Irak Dschalal Talabani hat sich geweigert, seine Unterschrift unter dem Todesurteil gegen den ehemaligen irakischen Aussenminister Tariq Aziz zu setzen, berichtet Reuters. Aziz wurde am 26. Oktober vom obersten irakischen Gericht der Beteiligung an der Vernichtung oppositioneller [vor allem schiitischer] religioeser Gruppen und Parteien durch das Regime Saddams schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Zur Begruendung sagte Talabani, dass er als Mensch und Sozialist Mitleid mit Aziz habe, einem aelteren und gesundheitlich angeschlagenen Menschen und einem irakischen Christen. 
Das irakische Staatsoberhaupt, der Vorsitzender der sozialistisch ausgerichteten Patriotischen Union Kurdistans ist, traf sich am Vortag in Paris auf dem Kongress der "sozialistischen Internationale", an dem auch Israels oberster Sozialist Ehud Barak teilnahm, in "informeller Atmosphaere" mit dem Generalsekretaer der israelischen Arbeitspartei Hilik Bar, berichtet Arutz 7.
Im Gespraech mit Bar hob Talabani die herausragende Rolle der ehemals grossen juedischen Gemeinde des Irak in der Entwicklung des Landes und bedauerte, dass es heute nur einige wenige Juden im Irak gibt, die sich an die wenigen verbliebenen ehemals praechtigen Synagogen klammern. Er sicherte Bar zu, dass sich seine Regierung um den Erhalt der Synagogen kuemmern werde. Bar sagte im Gegenzug, dass es im Nahen Osten nur zwei Laender gibt, die wirklich wissen, was Terror bedeutet - Israel und Irak - wuenschte seiner Regierung Entschlossenheit und Standhaftigkeit bei der Bekaempfung des Terrors, vor allem nach dem US-Truppenrueckzug, und lud Talabani ein, Jerusalem zu besuchen.

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