Montag, 8. November 2010

Verwirrspiel vor iranischer Kueste

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat auf diesbezuegliche Anfragen der Journalisten Arutz 7 zufolge erklaert: "Ich bin nicht der Meinung, dass nur eine glaubhafte militaerische Drohkulisse den Iran davon ueberzeugen wird, Schritte in Richtung der Aufgabe seines Nuklearprogramms zu unternehmen." Der Satz liesst sich nur beim ersten Blick als eine "Absage" an das militaerische Vorgehen - ist aber im Grunde tautologisch. Daraus abzuleiten, Gates halte die Drohkulisse fuer "unnoetig" ['Unnecessary'], wie es die Arutz 7-Kommentatoren tun, ist mindestens ungenau. Denn die militaerische Drohkulisse allein wuerde womoeglich in der Tat nicht ausreichen - man betrachte  die Vorgaenge vor Ort und die Bewegungen der US-Marine im Persischen Golf. Wenn die USA keine militaerische Option in welcher Gestalt und in welchem Ausmass auch immer vorbereiten, ist die Frage berechtigt, weshalb die USA schon jetzt zwei Trägerkampfgruppen [USS Lincoln und Truman] sowie den Kampfverband der USS Nassau vor den Kuesten des Iran stationiert haben - was mindestens eine Verdoppelung der "ueblichen" militaerischen Praesenz der fuenften US-Flotte im Golf darstellt.
Debka's Quellen zufolge hat sich der franzoesische Flugzeugtraeger Charles de Gaulle der US-Navy im Golf angeschlossen. Vor drei Tagen hat Teheran ein Communiqué veroeffentlicht, wonach "das vierte nukleare U-Boot" vor seinen Kuesten stationiert worden sei. Weder zu diesem "vierten U-Boot", noch zu den uebrigen drei gab es naehere Einzelheiten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen