Samstag, 18. Dezember 2010

Aziz könnte der Todesstrafe entgehen

Der am 26. Oktober diesen Jahres zum Tod durch den Strang verurteilte ex-Aussenminister des Irak Tariq Aiziz kann auf eine mildere Strafe hoffen. Die Sache Aziz liegt zur Zeit beim obersten irakischen Berufungsgericht. Eine nicht nammentlich benannte Quelle aus dem Umfeld des Gerichts sagte, dass die Antwort auf den Antrag der irakischen Regierung auf eine Reduzierung des Strafmasses positiv sein werde. Auf das Gericht werde seitens der Regierung aber auch international durch die EU und Vatikan Druck ausgeübt, das Urteil gegen den schwer kranken Aziz umzuwandeln, jedenfalls nicht zu vollstrecken. U. a. hatte sich der iraksiche Präsident Talabani dagegen ausgesprochen [hier berichtet]. Das letzte Wort in dieser Sache hat jedoch der irakische Premier Nuri al Maliki, der Schiit ist. Aziz, der einzige Christ in der Regierung Saddam Hussein, wurde u. a. der Beteiligung am Massenmord an Schiiten 1982  schuldig gesprochen.

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