Montag, 6. Dezember 2010

Israel ist schwer verwundet

Dem israelischen Nachrichtenportal NRG zufolge sind die Brände im Karmel-Gebirge nach vier Tagen erbitterten Kampfes und dank tatkräftiger internationaler Unterstützung weitgehend gelöscht, Hubschrauber und unbemannte Flugzeuge kreisen über dem Gebiet, um etwaige neue Feuerherde zu lokalisieren bzw. auszuschliessen, PM Netanjahu hat angeordnet, keine weitere Hilfe im Ausland anzufragen.
41 Menschen, Auszubildende und Angestellte der Gefängnisverwaltung, Polizisten und Freiwillige, die die Gefangenen in Sicherheit hätten bringen sollen, starben in den Flammen, 17.000 mussten evakuiert werden, von denen tausende nicht in ihre zerstörten Häuser werden zurückkehren können. Dutzende liegen immer noch mit Rauchvergiftungen in den Kliniken, ein Pilot eines Löschflugzeugs aus der Schweiz erlitt bei einem Flug Rückenverletzungen und wird in der haifaer Klinik Rambam behandelt, berichtet Arutz 7. Geschätzte 40 km² Wald mit 5 Mio Bäumen sind vernichtet, Tiere, Pflanzen - eine der schönsten Ecken Israels, ein einzigartiges Naturschutzgebiet, die grüne Perle des Nordens - es ist unmöglich alles aufzuzählen und abzusehen, was in den vergangenen vier Tagen von der Erdoberfläche verschwunden ist, es wird nach Expertenschätzungen 20 bis 40 Jahre dauern, bis die Landschaft sich regeneriert.  Die Narbe bleibt für immer.
Noch nie, nicht einmal im Jom-Kippur-Krieg hatte Israel seine Niederlage eingestehen und um Hilfe bitten müssen. Wie Michael Ben Ari zurecht hinwies, wird es noch lange dauern, bis man sich bewusst wird, was eigentlich an Chanukka 2010 passiert ist. Gestern wurden auf Friedhöfen im ganzen Land die Opfer beigesetzt. Israel ist schwer verwundet.

1 Kommentar:

  1. Ich bin erschüttert.Mir fehlen die Worte.Gott Israels erbarme Dich !!!Als Christ trauere ich mit Euch und bete für Euch.Gott segne Israel! EDDY

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