Sonntag, 5. Dezember 2010

Israel-Tuerkei: Netanjahu sieht Chancen zur Ueberwindung der Krise

Die Entsendung von zwei Feuerwehrhubschraubern aus der Tuerkei kam  mit deutscher Vermittlung bzw. auf Druck Deutschlands hin zustande, wie Aussenminister Lieberman gestern im israelischen Fernsehen offenbart hat. Die Katastrophe im Norden will der israelische Premierminister aber in jedem Fall als Chance zur Ueberwindung der Krise in den israelisch-tuerkischen Beziehungen nutzen. Er hat laut Kol Israel den israelischen Vertreter in der Untersuchungskommission zum Fall Mava Marmara Josef Tschechanover nach Genf zum Treffen mit seinem tuerksichen Kollegen entsandt, um eine fuer beide Seiten akzeptable Formel der Beendigung der Krise zu finden. An die Adresse seines tuerksichen Amtskollegen Erdogan sagte Netanjahu gestern auf der Pressekonferenz in Haifa: "Wir schaetzen Ihre Hilfe, und ich bin sicher, dass dieses Ereignis eine positive Wende in den Beziehungen zwischen unseren Staaten einleiten wird." Er fuegte hinzu, dass Israel bei den Katastrophen ueberall auf der Welt immer unter den ersten ist, die zu Hilfe kommen und es normal sei, dass nun Israel Hilfe aus dem Ausland bekomme. Er bedankte sich auch bei den Nachbarlaendern Jordanien und Aygypten fuer ihre Hilfe und aeusserte die Hoffnung, dass die Katastrophe die Nachbarvoelker einander naeher ruecken wird. Der tuerkische Premeir war hier um einiges bodenstaendiger, er hat wiederholt und lautstark betont, dass die Hilfe der Tuerkei bei der Bewaeltigung der Katastrophe keine Auswirkungen auf die politische Krise haben werde.

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