Sonntag, 12. Dezember 2010

Kissinger: kein Problem, Juden vergasen zu lassen

Die bislang veroeffentlichten WikiLeaks sind ein Witz im Vergleich zu Privatplaudereien von zwei ehemaligen Starken dieser Welt: dem frueheren nationalen Sicherheitsberater und spaeter US-Aussenminister Henry Kissinger und dem US-Praesidenten Richard Nixon. Da kann der saudische Koenig mit der "iranischen Schlange, der man den Kopf abschlagen muss", nicht mithalten.
Das Weisse Haus hat eine Reihe von bis dahin geheimen Tonbandaufzeichnungen aus den letzten Monaten der Praesidentschaft Nixons veroeffentlicht, die bekanntlich am Watergate-Skandal zerbrach. Am vergangenen Samstag hat The New York Times einige Auszuege davon abgedruckt. Das Gespraech Nixon - Kissinger aus dem Jahr 1973 fand kurz nachdem sich Nixon mit der israelischen Premierministerin Golda Meir getroffen hatte, das war eine Art Nachbereitung des Staatsbesuchs. Meir sprach das Thema der Unterdrueckung der sowjetischen Juden an und bat Nixon, Druck auf die UdSSR auszuueben, die dortigen Juden nach Israel ausreisen zu lassen. Daraufhin hatte Kissinger gesagt: "Die Emigration der Juden aus der Sowjetunion ist kein Ziel der amerikanischen Aussenpolitik. Und wenn die in der Sowjetunion die Juden in die Gaskammern schicken, ist das nicht das Problem Amerikas. Vielleicht ein humanitaeres Problem."
["The emigration of Jews from the Soviet Union is not an objective of American foreign policy. And if they put Jews into gas chambers in the Soviet Union, it is not an American concern. Maybe a humanitarian concern."] Nixon antwortete: Ich weiss. Wir koennen deswegen nicht die Welt auf den Kopf stellen." ["I know. We can't blow up the world because of it."] Juden vergasen zu lassen, war auch 30 Jahre vor diesem Gespraech nicht das Problem Amerikas, und wird es nie sein. Was die USA waehrend des Holocaust taten, ist eine Frage fuer sich, eine der dunkelsten und am wenigsten erforschten Kapitel der neuen Geschichte.
Nixon hatte aus seinem Judenhass nie einen Hehl gemacht. Bei der Vorbereitung des Mittagessens mit der israelischen Premierministerin wies Nixon seine Untergebenen an: "Ich will keinen [amerikanischen, Red.] Juden bei diesem Mittagessen sehen, der uns im Wahlkampf nicht unterstuetzt hatte. [...] Juden sind nur noch aggerssive, widerliche Persoenlichkeiten". ["I don't want any Jew at that dinner who didn't support us in that campaign" - The Jews are just a very aggressive and abrasive and obnoxious personality."] Bei Nixon waren auch die Italiener ["don't have their heads screwed on tight.", etwa: haben eine Schraube locker] oder die Iren, die "nicht trinken koennen" ["can't drink because they get mean], schlecht dran, aber kein Vergleich zu den Juden. 
Der Jude Kissinger, der '38 aus dem Dritten Reich gerade noch fliehen konnte und dessen zahlreiche Verwandte ermordet wurden, hatte sich nie als Freund Israels hervorgetan, solche Berichte, sollten sie authentisch sein, verdeutlichen aber, welch seltener und niedertraechtiger Schurke dieser Mensch ist. Vielleicht wird man in 50 Jahren erfahren, ob Emanuel, Axelrod und Co. mit den Dingen, die sie ihrem Besitzer Hussein zufluesterten, Kissinger ueberboten haben werden.

1 Kommentar:

  1. Das erklärt wohl, wer Nixon den Ast abgesägt hat, auf dem er sass.

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