Montag, 6. Dezember 2010

Mahmud bringt einen Kuchen mit

yellowcake
... und zwar einen gelben. Am 6. und 7. Dezember finden nämlich in Genf erstmals seit 14 Monaten wieder Atomgespräche zwischen dem Iran und der "Sechser-Gruppe" statt, deren Erfolg genauso gross sein wird, wie der jeder anderen Gruppentherapie. Und es gehört sich bekanntlich nicht, mit leeren Händen anzureisen, deshalb hat der iranische Präsident ein "Geschenk" dabei: sein Land hat die erste Ladung "yellowcake" ["Gelber Kuchen"] hergestellt, ein Urangemisch, das den Ausgangsstoff für die Urananreicherung darstellt. Mit der eigenständigen Gewinnung von yellowcake ist der Zyklus der Urananreicherung geschlossen und, weil man alle anderen Schritte der Urananreicherung - von der Gewinnung des Basisstoffs über die Anreicherung bis zum Erhalt des nuklearen Brennstoffs -  inzwischen beherrsche, sei der Iran bei der Urananreicherung von nun an völlig autark. Dies erklärte der iranische Vize-Präsident und Leiter der iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi am Sonntag im staatlichen iranischen Fernsehen. Damit der Westen auch merkt, dass er angespuckt worden ist, hat Ahmadinedschat vor Beginn der Gespräche extra unterstrichen, dass der Iran keine Zugeständnisse hinsichtlich seines Atomprogramms machen wird.

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