Montag, 20. Dezember 2010

Theo Zwanziger spricht mahnende Worte in Jerusalem

KFV mit Julius Hirsch 2. v. r.,1910 [Wikipedia]
DFB-Präsident Theo Zwanziger wurde im Rahmen seines Israel-Besuchs vom Jüdischen Nationalfonds [Keren Kajemet leIsrael] empfangen. Am 15. Dezember hatten er und zwölf Fussballspielerinnen der deutschen Nationalmannschaft im Jerusalemer Wald Aminadaw neue Bäume gepflanzt, im Andenken an den deutschen Nationalspieler Julius Hirsch, der im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde. Wie die Mitarbeiter des Fonds mitteilten, sollen die von den deutschen Gästen gepflanzten Bäume der Ausgangspunkt für einen grösseren Hain werden, der den Namen von Julius Hirsch tragen wird. Im Anschluss daran hielt Theo Zwanziger eine rührende und emphatische Rede, u. a. sagte er:

"Der Mensch ist wie ein Baum. Er hat seine Wurzeln, die er tief in den Boden seiner Heimat schlägt. Heute hat auch Julius seine Wurzeln im Land Israel bekommen. Holocaust erinnert mich an den Brand, der hier auf dem Berg Karmel wütete. Millionen Bäume starben, doch dank schneller und effektiver Hilfe aus dem Ausland war es gelungen, den Brand zu löschen. Den deutschen Juden kam niemand zur Hilfe, deshalb nahm der Holocaust 6 Millionen Menschen das Leben. Hätte es wärend des Holocaust eine solche internationale Hilfe gegeben, wie beim Brand im Karmel-Gebirge, hätte Julius gerettet werden können."

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