Freitag, 10. Dezember 2010

Hintergründe zum jüngsten halachischen Urteil

In Israel wüten rassistische Rabbiner, die die arabische Minderheit diskriminieren. Dieses Bild werden die Systemmedien zeichnen, sobald sie die Geschichte mit dem halachischen Urteil über die Immobiliengeschäfte mit den Arabern und die diesbezügliche innerisraelische Diskussion für sich entdecken. Dafür können sie einen beliebigen Artikel der linken Ha'aretz zum Thema ins Deutsche übersetzen, oder ihre eigene ertragreiche antisemitische Ader bemühen.
Worum geht es? 50 Rabbiner des national-religiösen Lagers haben vor einigen Tagen ein halachisches Urteil ausgesprochen, das es den Juden verbietet, Wohnungen an Araber zu vermieten oder zu verkaufen. Wie Arutz 7 heute meldet, haben sich etwa 250 weitere Rabbiner dem Urteil angeschlossen, darunter dutzende Stadt- und Gemeinderabbiner in ganz Israel. Der Hintergrund für diesen Schritt ist die seit Jahren andauernde stille Invasion der Araber in den jüdischen Städten und Gemeinden, die nach Erreichen der kritischen Masse dort damit beginnen, die jüdischen Bewohner zu drangsalieren, wie etwa in Zfat [Safed] - während diejenigen Juden, die versuchen, sich in einem arabischen Dorf niederzulassen, gewaltsam vertrieben werden, ohne, dass sich  dieselben Linksmedien im Judenstaat Israel darüber aufregen. Wer die Unterschiede in den Lebens- und Wohnverhältnissen zwischen Juden und Arabern in Israel kennenlernen möchte, ist eingeladen, die Gegend Lod und Ganei Aviv zu besuchen, mit den prunkvollen Villas der arabischen Drogenclans, die maximal zwei Stockwerke hoch sind und den Platten-Hochhäusern nebenan, in denen die zionistischen Unterdrücker hausen.
Die Landnahme der Araber wird durch die nie leer werdenden Geldtaschen der ausländischen arabischen Investoren unterstützt. Die Fernsehsender der gemässigten und friedfertigen PA stacheln die arabischen Bürger Israels gezielt zum Hass gegen Juden und zur verstärkten Infiltration der jüdischen Städte an, bei gleichzeitiger strikter Wahrung der Judenreinheit der eigenen Dörfer und Nachbarschaften. So soll der demographische Status quo zugunsten der Araber verändert werden. Jeder zurechnungsfähige Mensch, ausser unbelehrbaren linken Randgruppen, hat mittlerweile begriffen, dass die Araber Israels die ersten Henker der Juden sein werden, sollte der Judenstaat in Bedrängnis kommen - das ist nicht nur eine reine Überzeugung, das ist die Erfahrung der vergangenen Intifadas.
Die Heuchler waren schnell zur Stelle mit den Vorwürfen des Rassismus, Präsident Peres griff die Rabbiner an, sie würden "eine fundamentale moralische Krise Israels als eines jüdischen demokratischen Staates" heraufbeschwören. Netanjahu fragte rhetorisch: "Wie würden wir uns fühlen, wenn sie [Araber] fordern würden, keine Wohnungen an Juden zu verkaufen?" Die Frage klingt gut - aber er hätte lieber fragen sollen, wie sich Juden schon jetzt füllen sollen, die sich in ein arabisches Dorf nicht trauen, geschweige denn, dort siedeln können, und sagen, was seine Regierung dagegen zu tun gedenkt. Es ist für den Nahostkonflikt überhaupt bezeichned, dass der heuchlerische Aufschrei der Politkorrektlinge nicht dann beginnt, wenn eine Aggression gegen Juden startet, sondern erst dann, wenn Juden beginnen, adäquat darauf zu reagieren - unerheblich, ob es um zwischenstaatliche Kriege, Terroranschläge, Medienkriege oder Immobiliengeschäfte geht.
Auf Antrag der linksextremen Merez-Fraktion hat der Rechtsberater der Regierung Yehudah Weinstein angekündigt, den Brief der Rabbiner auf "mögliche Gesetzesverstösse" hin prüfen zu lassen. Der einflussreiche Rabbi Dov Shalom Wolpe der Bewegung Erez Israel Schelanu [Unser Land Israel], der zu den Unterzeichnern gehört, reagierte darauf mit den Worten, dass er bereit sei, "als erster und erhobenen Hauptes ins Gefängnis [zu] gehen".
Zuvor gab es Berichte, wonach eine Gruppe von "gemässigten Rabbinern" um Rav Chiam Druckman einen alternativen, abgemilderten Beschluss vorbereiteten - doch ein Auszug aus dem Entwurf, den Arutz 7 zitiert, zeigt, dass hier kein Dissens vorhanden ist, der Brief ist noch schärfer gehalten. Im Entwurf heisst es unter anderem "Wir haben es mit dem Widerstand gegenüber dem Feind zu tun, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das jüdische Volk aus Erez Israel zu verdrängen, und dazu jede Wohnung und jedes Haus nützt, die er Juden abkaufen kann. Das darf man nicht zulassen."
Schlomo Lenski von der Bewegung Erez Israel Schelanu erklärte dazu: "Der Beschluss der Rabbiner ist ein historisches Ereignis: er bezeichnet den Übergang von der Denkweise des Galut [der Zerstreuung] mit der Gefahr, die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft gegen sich aufzubringen - hin zum Prinzip "Jad Israel tkefa" [Die Hand Israels waltet im Land]. Er stellt klar, wer Herr in Israel ist."
In Reaktion auf die Verfolgung der Rabbiner durch den Regierungsberater sagte MK Ben Ari [Ihud Leumi]: "Der Rechtsberater hat mal wieder Heldentum bewiesen, indem er die Weisung erteilt hat, die Rabbiner zu verfolgen. Aber seine Knie zittern, wenn er sein Handeln in Bezug auf die Scheichs und Imame erwägt, die nicht nur jeglichen Verkauf von Wohnungen an Juden verbieten, sondern täglich zum Mord an Juden, zum Genozid und zur Vernichtung Israels aufrufen. Für den Verkauf einer Immobilie im Bereich der arabischen Autonomie, mit der unsere Regierung verhandelt, an den Juden droht dem Araber die Todesstrafe. Doch unsere Verfechter des Gesetzes, Friedensbeweger und Menschenrechtler ziehen es vor, darauf ihre Augen zu verschliessen."

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