Sonntag, 5. Dezember 2010

"Fahrlässigkeit" oder Feuerterror?

Die Schnelligkeit, mit der man die "Schuldigen" gefunden hat, während das Feuer weiter wütet und neue Herde gemeldet werden, wirft Zweifel auf. Noch am Donnerstag  war von mehreren Brandherden in 1 -1,5 km Entfernung voneinander die Rede, was auf eine grossangelegte und gut geplante Brandstiftung hindeutet,  und heute sollen es zwei "fahrlässige" Jugendliche sein, die ein Lagerfeuer ungelöscht verlassen und an einem Tag eine Fläche von mehr als 40 km² angezündet haben sollen. Es sieht gegenwärtig eher danach aus, dass sich die Polizei und die israelischen Medien um eine möglichst politisch verträgliche Version der Katastrophe bemühen, und weniger um die eigentlichen Ermittlungen.
Parallel meldet Arutz 7 in der Nacht weitere Brandstiftungen vielerorts in der oberen und unteren Galil, die Freiwilligenorganisation "Schomer hadash" ["der neue Wächter"], die Landwirtschaftsflächen und Wälder überwacht, hat gemeldet, in den vergangenen 24 Std fünf arabsiche Brandstifter gefasst zu haben, Barbaren brandschatzen in Jerusalem und der Umgebung, in Kiriat Arba wurden mehrere Autos durch arabische Tritbrettfahrer angezündet. Am fruehen Sonntagmorgen brannten die Bueroraeume der UNO-Vertretung in Jerusalem, sieben Feuerwehreinheiten waren im Einsatz, die Ursachen des Brandes werden ermittelt, heisst es im israelischen Rundfunk. Es sieht stark nach einer Terrorwelle der neuen Art aus.
Die Flammen wüten noch, aber das Schwarz-Peter-Spiel ist schon in vollem Gange. Am Abend stellte sich der zuständige Innenminister Ischai der harschen Kritik an seine Adresse angesichts der Unfähigkeit, die die Regierung bei der Bewältigung der Brandkatastrophe offenbart hat. Er habe der Frage des Feuerwehrschutzes immer die grösste Bedeutung beigemessen und den Regierungschef über die Missstände in diesem Bereich gewarnt, "nach jahrelangem Kampf habe ich eine Erhöhung des Budgets für die Feuerwehr um weitere 100 Mio Schekel erreicht, und habe stets weitere Zuschüsse gefordert", so Ischai.
Er hat ausserdem erzählt, dass vor sieben Jahren die Regierung Scharon beschlossen hatte, die Kräfte der Luftfeuerwehr aufzulösen, und er sei der einzige gewesen, der dagegen gestimmt habe. Er forderte die Bildung einer staatlichen Ermittlungskommission, "die die Wahrheit darüber zu Tage fördern wird, wie das Land in diese Katastrophe hineingeraten ist."
Wie kann und darf es sein, das ein Land mit der stärksten Luftwaffe in Nahost, das in die ganze Welt High-Tech-Drohnen verkauft und sonst in der Luftfahrt über modernste Technologien verfügt, dauerhaft unter der Dürre leidet aber über kein einziges nennenswertes Löschflugzeug verfügt und tagelang auf die internationale Hilfe warten muss? Heute ist bekannt geworden, dass Netanjahu den Kauf von sechs modernen Löschflugzeugen angeordnet hat.

1 Kommentar:

  1. Es ist eine nationale Katastrophe, die auch uns, in der deutschen Diaspora Lebenden, betrifft.
    Unsere Gebete sind mit Israel und den Trauernden um die Toten.
    Da augenscheinlich auch PA Terror dazu geführt hat, muß man feststellen, dass es sich um eine besonders perverse Art des Terrors handelt, indem gerade zu Chanukkah, unserem Land ein Lichterfest des Grauens beschert wird.
    Mit diesen Babaren darf es keinen Frieden geben und ich hoffe, dass sie die entsprechende Antwort des Zahal bekommen.

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