Donnerstag, 13. Januar 2011

Befund: Araber Jerusalems gegen PA-Staat

Auszug aus dem Bericht [Seite 2]
Ausser den theologisch-mystischen gibt es keine anderen Gruende, weshalb von allen ungeloesten Konflikten - Zypern, Nord-Sued-Korea, Kaschmier, Kirgisien, Sudan, die Kurilen, Südossetien, ... - Europa nur im Nahostkonflikt permanent destruktiv eingreift und ein dermassen krankhaftes Beduerfnis danach hat, ausgerechnet die Heilige Stadt zu teilen. In der blinden diplomatischen Zerstoerungswut uebersehen die EU-Schreibtischtaeter selbst die Tatsache, dass diejenigen, um die sie sich "kuemmern", die Araber im Osten Jerusalems, dagegen sind. Dass kein Teil Jerusalems Teil eines PA-Staats sein will, wurde bereits andernorts dargestellt. 
Das Forschungsinstitut Pechter Middle East Polls hat in Zusammenarbeit mit dem Palestinian Center fo Public Opinion im November 2010 eine detaillierte repraesentative Studie ueber die Lebenslagen und Einstellungen der arabischen Bevoelkerung in den oestlichen Stadtteilen Jerusalems durchgefuehrt. Unter anderem wurde die Frage gestellt, ob sie bei einer imaginaeren Zwei-Staaten-Loesung lieber "Staatsbuerger des Staates Palaestina mit allen Rechten und Vorzuegen dieses Staates, oder Staatsbuerger des Staates Israel mit allen Rechten und Vorzuegen dieses Staates" sein wuerden. Der zentrale Befund: 30% haben sich fuer die Staatsbuergerschaft eines PA-Staats entschieden, 35% fuer Israel, weitere 35% verweigerten die Antwort. 

Der groesste Stoerfaktor ist dabei der soziale Druck, dem sich ein Araber widersetzen muss, um sich offen fuer die israelische und gegen die palaestinensische Staatsbuergerschaft zu entscheiden, dies erklaert zumindest zum Teil auch den hohen Prozentsatz der "Unentschiedenen". Dies versuchten die Forscher mit der Frage zu korrigieren, ob, nach der Meinung des Befragten, "die Meisten in deiner Nachbarschaft" die eine oder die andere Staatsbuergerschaft waehlen wuerden: 31% waren ueberzeugt, dass sich die meisten fuer Palaestina entscheiden, waehrend 39% meinten, dass die meisten die israelische Staatsbuergerschaft beibehalten wuerden, 30% verweigerten die Antwort. Die Studie wurde am 12. Januar 2011 vorgelegt und ist hier abrufbar. Es ist von enormer Wichtigkeit, diese neuesten Befunde zur Kenntnis moeglichst vieler Politikgestalter in der EU und weltweit zu tragen, denen die Sicherheit und Stabilitaet in der Region ja am Herzen liegt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen