Donnerstag, 13. Januar 2011

Clinton unterstreicht israelische Souveraenitaet

Auch eine US-Aussenministerin Clinton hat mal einen hellen Moment. Doch heute war es ein richtiger Hattrick: sie hat nicht nur, erstens, Verstaendnis fuer israelische Positionen im Nahostkoflikt gezeigt, und nicht nur, zweitens, dies bei ihrer Golf-Tour getan, sondern, drittens, auch noch im Interview an den panarabischen Sender Al Jazeera in Doha, Katar.  So aeusserte sie Verstaendnis fuer "die Vorsicht Israels bei der Ausarbeitung eines territorialen Kompromisses nach den schlechten Erfahrungen der juengsten Vergangenheit", "denn man kann nicht die Tatsache ignorieren, dass nach dem Rueckzug der Israelis aus dem Sueden Libanons die Hisbollah sich mit zehntausenden Raketen bewaffnete, die sie dann gegen Israel einsetzte, und nach dem Verlassen des Gazastreifens zehntausende Raketen in die Haende der Hamas gelangten, die sie auch gegen Israel einsetzte."  Auf das Draengen der Araber, die USA sollten Israel "zu Zugestaendnissen bewegen" - m. a. W. gefuegig machen und auf ihren Kurs bringen - antwortete sie, es gaebe viele Staaten in der Region, deren Politik nicht den Interessen ihrer Buerger und auch nicht den US-Interessen entspricht, doch die USA haben keine Moeglichkeit, souveraene Staaten zu zwingen, auf bestimmte Weise zu handeln, "unser Verhaeltnis zur Aussenpolitik Israels ist bekannt, doch die Regierung Israels entscheidet selbst und traegt selbst die Verantwortung fuer ihre Entscheidungen." Als "Zugabe" rief sie die arabischen Regime des Golfes dazu auf, notwenige Reformen in Sachen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte durchzufuehren, weil sie andernfalls dem Druck der Islamisten in ihrem eigenen Land bald nicht mehr standhalten koennten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen