Freitag, 28. Januar 2011

Dem Westen droht eine demokratische arabische Welt

Die eurabische Systempolitik und -Presse ergötzt sich gegenwärtig an den "gewaltfreien Bürgerprotesten" in Ägypten, Jordanien, Jemen, Saudi-Arabien, die für Freiheit und Demokratie und gegen die Regime kämpfen, die nur ihr eigenes Vermögen und das ihrer Stützen verwalten. In den letzten Tagen sind die Chancen gestiegen, dass der Westen die lupenreinen Demokratien bekommt, die er heraufbeschworen hatte: die islamische Volksherrschaft. Wenn die  westlichen Beobachter von Demokratie sprechen, meinen sie pluralistische, aufgeklärte, tolerante, freiheitliche Demokratien, die auf dem Erbe der Aufklärung und des Humanismus erwachsen sind - sie meinen ihre Demokratien. Aber die Demokratie ist nur so gut, wie die politische Kultur der Massen. Man kann in einer barbarischen politischen Kultur keine Demokratie westlichen Typus bekommen, im arabischen Raum kann nur eine totalitäre Demokratie entstehen, das schlimmste Herrschaftssystem überhaupt, Europa muss sich daran noch erinnern können. Kein korruptes, autoritäres, gemässigtes Regime gefällig? Dann seid bereit für ein korruptes, totales, islamfaschistisches Regime - eine getreue Transformation des islamischen Volkswillens in die Staatsorgane. An Beispielen mangelt es schon jetzt nicht: Hamastan, der Hisbollah-Libanon, Iran, Ägypten steht auf der Kippe.

Die Probleme der arabischen Länder liegen viel tiefer, als im Staatsaufbau: sie haben dem Rest der Welt ausser Problemen nichts zu bieten: es sind entweder die sogenannten "Rentenstaaten", die davon leben, was sie aus der Erde pumpen können, oder welche, die gar nichts ausser panislamischen Ambitionen und Heroin haben, und am westlichen Tropf hängen, wie Afganistan, Jordanien, Ägypten, das PA-Regime, Irak und teils Pakistan. Die letzteren sind deshalb besonders instabil.
Die USA und die EU fallen Mubarak - der kaum damit nachkommt, die Moslembrüder in Gefängnisse zu werfen, gegen die der Westen in Afganistan und Pakistan selbst Krieg führt - in den Rücken. Das heuchlerische Geplapper von mehr Demokratie und Freiheit ist bestenfalls verantwortungslos, schlimmstenfalls hinterhältig. Das offizielle Israel, das viel näher am Hexenkessel ist, zieht es vor, sich nicht einzumischen, denn man weiss, eine Unterstützung des jüdischen Staates fehlt Mubarak gerade noch. Diese Sensibilität hat man in Brüssel nicht. Dort meint man, eine Demokratisierung ist ein Selbstzweck, ein Segen. Nein, ein Segen ist erst einmal ein vernünftiger Brotpreis, ein adäquater Lohn, und eine humanistische politische Kultur. Dass die Moslembrüder die ersten beiden Probleme lösen, ist unwahrscheinlich, und beim letzten Punkt ist man mit dem Islam ganz aufgeschmissen. Beim islamischen Regime-Change wird der Westen vielleicht rein monetär etwas gewinnen, wenn man die Steinzeitsislamisten an der Macht nicht mehr untersützen wird, wie man es mit den "gemässigten" tut - man muss sich dann aber warm anziehen und bereit sein, mit den islamischen Demokratien angemessen umzugehen. Können das die abgefrorenen mit Fett vollgelaufenen Eliten des Westens, die längst die Bodenhaftung verloren haben?
Am späten Abend hat Debka gemeldet, dass die Moslembrüderschaft, die sich bislang eher bedeckt hielt, sich offiziell in die Oppositionsproteste eingeschaltet hat, man wittert Morgenluft. Das sind keine 40- 50 Tsd. junge Enthusiasten, das sind dann schon Millionen, und da hilft auch keine panarabische Konferenz mehr, die der König von Bahrain organisieren will. Das Regime Mubarak gilt als das stabilste und robusteste  in der arabischen Welt, ein wie auch immer gearteter Verbündeter des Westens - fällt nach Ben Ali auch noch Mubarak, dann ist wirklich die Hölle los, da wird es sogar einem Baschar Assad ungemütlich.

Kommentare:

  1. Jetzt geht es los. Die Unruhen greifen auch auf Ägypten und den Jemen über. In der Hauptstadt Sanaa haben Tausende Menschen gegen die Regierung und soziale Ungerechtigkeit demonstriert. Bislang verlaufen die Kundgebungen friedlich. In Ägypten gbit es allerdings Gewaltausbrüche. Erst Tunesien, dann Ägypten und jetzt der Jemen. Die Ursachen sind hier wohl auch haptsächlich in der Armut der Menschen zu suchen. Die Hälfte der Menschen im Jemen muss mit 2 Dollar am Tag auskommen. Ein Drittel der Menschen hat Hunger. Wenn die Menschheit erkennt, dass die Armut ein großer Motivatior für die Terroristen ist und dann etwas dagegen macht, dann wird auch der Terror zurückgehen.

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  2. - Sicher, die eher negative Perspektive sieht eher so aus, und ich ärgere mich täglich über die Redakteure bzw. Sprecher des WDR und DLF, die geradezu eine pubertäre revolutions-ethusiastische Stimmung verbreitet wird mit systematischer Verharmlosung der Moslembruderschaft, in dem das links-rechte Deutschmärchen vom guten Volk und bösen Diktator hoch und runter gebetet wird.

    Schön wäre es natürlich, wenn ISRAEL selbst eine Alternative zu Mubarak, - starke Kontakte zu relativ fortschrittlichen Kreisen unter Ägyptern aufgebaut hätte und nicht im "Sicherheitsinteresse" als Reaktionär bzw. Freund von Volksunterdrückern dastehen müßte.

    Mein Beitrag zur Stärkung ISRAELs ist heute folgende Information und Aufruf diese entsprechend weiterzugeben :

    Ich verstehe nicht, was in ISRAEL immer wieder für ein Theater um die Dürre gemacht wird. Sowohl dort, als auch in Äthiopien, USA, Algerien, Eritrea sind mit der von einem der berühmtesten jüdischen Forscher und Erfinder entwickelten Methode seit den 50er Jahren Großflächenfeuer gelöscht, Dürren beendet und Wüsten begrünt worden, - siehe noch aktuell in der algerischen Wüste www.desert-greening.com .
    Guckt Euch das an - sogar aus dem Weltraum kann man es sehen !

    - Oder die alten Bilder und wissenschaftlich aufgearbeiteten Texte zu und von der Operation OROP ISRAEL 1991 - 92 unter http://www.orgonelab.org/OROPIsrael1991.htm .

    Die Anwendung und Anerkennung dieser Methode von verschiedenen Schülern Dr. Wilhelm Reichs würde ISRAELs strategische Probleme weit über das reine Wasserproblem lösen, zig Milliarden Schekel einsparen für andere teure oder umweltschädliche Methoden oder Kanäle,
    den Export und Wohlstand fördern und erneut der Welt ein Vorbild sein.

    Vermutlich aber gibt es auch in ISRAEL von der herkömmlichen, herrschsüchtigen "Naturwissenschaft" ein ähnliches Potential der Diffamierung und Blockade, wie man es im ( übrigen) Westen auch erlebt hat.
    - Selbst Einstein hatte Probleme damit, sich sachlich mit dieser Forschung zu beschäftigen, hat es aber zumindest zunächst fair versucht, schließlich aber die Bewertung der zu diskutierenden Messergebnisse aus den auch der Wetter-/Wolkenbildung zugrundeliegenden strahlungs-energetischen Experimente über die oberflächlichen Floskeln eines Untergebenen offengelassen.
    Der Textbeginn von OROP-ISRAEL hier unter meinen freundlichen Grüßen !
    A. G.
    dubax@ich.ms

    Anlage :
    OROP ISRAEL 1991-1992

    A Cloudbusting Experiment to Restore Wintertime Rains to I S R A E L
    and the Eastern Mediterranean

    Field Operations Team: James DeMeo and Theirrie Cook***
    Bild: James DeMeo** and Theirrie Cook, in a sea of wildflowers on the normally barren edge of the Dead Sea, 10 February 1992, after several months of exceptional rains which followed their cloudbusting operations of late November 1991.
    * Published in Pulse of the Planet #4, 1993, p.92-98. A previous version of this article appeared in the Journal of Orgonomy, 26(2):248-265, Fall/winter 1992. Condensed from a Special Report of the same title.(8)
    ** Director of Israel Field Operations, and Director of Research, Orgone Biophysical Research Lab, PO Box 1148, Ashland, Oregon 97520. 541-552-0118
    E-mail to: info(at)orgonelab.org
    *** Director, Orgonics company, Petaluma, California, www.orgonics.com, Email: orgonics(at)aol.com

    Acknowledgements: Funding for this project was provided by a grant from the Fox Foundation. A heartfelt thanks to Richard J. Fox for his generous support and encouragements. A note of special thanks and appreciation to Theirrie Cook, one of the principal workers during this project, and also to the members and friends of the Hellenic Orgonomic Association, who undertook coordinated field work in Greece and Cyprus. Thanks also to various persons in the USA and overseas who helped with crucial logistical support, information, research data, and other large helps: Lydia Axelrod, Dr. Richard Blasband, Schmuel Cantor, Madeleine Gassner, Pinchas Rimon, Prof. Moshe Tal, and M.K. Yoash Tsiddon.

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  3. Ihre Beiträge sind sehr informativ und zeigen viele Dinge und Umstände im richtigen Licht. Einzig die bisweilen zynischen und hasserfüllten Seitenhiebe gegen andere Kulturen ziehen das Niveau schwer herunter.

    Versuchen Sie es mal mit etwas ausgeglicheneren Worten, denn "Die Rache ist mein" - spricht der G"tt Israels.

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  4. In dem Doppelpack "Freedom & Democracy" ist die Freiheit eindeutig der wichtigere Bestandteil.

    Demokratie ist nur ein Mittel zur gesellschaftlichen Entscheidungsfindung - weiter nichts. Sie hat natürliche Grenzen. Zum Beispiel kann man nicht demokratisch über die Abschaffung der Demokratie abstimmen (jedenfalls wäre das dann zugleich das Ende der Demokratie). Auch gibt es Freiheits-, Eigentums- und Gleichbehandlungsrechte, die nicht durch Mehrheitsentscheidungen abgeschafft werden können. In Deutschland tritt das Widerstandsrecht (Art. 20/4 GG) in Kraft, wenn diese Grundlagen seiner Verfassung abgeschafft werden.

    Es ist eine Tatsache, dass viele Völkern des Nahen und Mittleren Ostens mehrheitlich das Schariarecht mit seinen beiden Menschenklassen Muslim / Kafir befürworten. "Schenkt" man einem solchen Staat Demokratie, so wird nur nach kurzer Zeit ein weiterer finsterer islamischer Gottesstaat entstehen.

    Schon die Nazis verhöhnten die Demokratie, nachdem sie durch sie an die Macht gekommen waren:

    "Es wird immer einer der besten Witze der Demokratie bleiben, dass sie ihren Todfeinden die Mittel selbst stellte, durch die sie vernichtet wurde." (Joseph Goebbels)

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