Sonntag, 2. Januar 2011

Hussein lässt Nahost nicht in Ruhe

Nachdem der amerikansiche Präsident im Konflikt Israels mit der arabischen Autonomie um die Teilung des Heiligen Landes alles erreicht hat, was er erreichen konnte - nichts - will er sich nun verstärkt der "israelisch-syrischen Richtung" widmen. Während der Weihnachtsferien des Senats und ohne seine Zustimmung hat Hussein den US-Diplomaten und Vertrauten des Assad-Regimes Robert Ford offiziell zum Botschafter der USA in Damaskus ernannt. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Syrien wurden aufgrund der Verwicklung des Assad-Regimes in den Hariri-Mord 2005 unterbrochen. Diese neue Geste soll Syrien nun für die US-Initiativen in Nahost empfänglicher machen. 
Die kuwaitische Zeitung Al-Rai will zudem von der "prinzipiellen Bereitschaft" Israels erfahren haben, die Golan-Höhen vollständig an Syrien abzutreten. Aus welchen Quellen diese Informationen stammen, während die Höhen erst im vergangenen Jahr in Israel zusätzlich unter Referendumsvorbehalt gestellt wurden, offenbart die Zeitung selbstverständlich nicht. Im Gegenzug soll Israel von Syrien einen "Friedensvertrag" und die Selbstverpflichtung Assads erhalten, auf Distanz zum Iran und den regionalen Terrorgruppierungen zu gehen. 

Von Israel verlangt die Hussein-Administration seit Amtsantritt, diesem Land-gegen-Luft-Tausch mit dem syrischen Diktator zuzustimmen. Seit sich die strategisch wichtigen Golan-Höhen - von denen aus die gesamte Galil  unter Raketenbeschuss stand -  unter israelischer Souveränität befinden, herrscht zwischen Syrien und Israel absolute Ruhe. Mit diesem Zustand ist die Hussein-Administration nicht einverstanden und will "Bewegung in den diplomatischen Prozess" zwischen Israel und dem Regime Assad bringen.

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