Sonntag, 30. Januar 2011

Israel verstärkt Grenze zur Halbinsel Sinai

Ingenieur-Einheiten der Zahal haben mit der Errichtung einer provisorischen Grenzanlage entlang der besonders schwierigen Grenzabschnitte zur Sinai-Halbinsel begonnen, meldet Arutz 7. Die Armee bestreitet den Zusammenhang mit den Revolten im Nachbarland. Wie auch immer die offiziellen Verlautbarungen klingen mögen, gehört die Stabilität und die Sicherheit auf der Sinai-Halbinsel zu den vitalsten Interessen Israels. Nicht umsonst wurde nach dem Friedensvertrag von Camp David mit Ägypten 1979 die Halbinsel entmilitarisiert. So war es bis heute. 
Wie Debka meldet, hat die ägyptische Armee Panzereinheiten in den Norden der Halbinsel verlegt, um die Städte El Arisch und Raffiach [den ägyptischen Teil] zu halten und dem entfesselten Treiben der Beduinen-Stämme Einhalt zu gebieten. Die Regime-Gegner, Beduinen und zuletzt auch Hamas-Brigaden - jetzt wird die Herkuft der Hamas als Zweigstelle der Moslembrüderschaft relevant -  sind dabei, reguläre Einheiten des ägyptischen  Innenministeriums aus den genannten Städten zurückzudrängen. Jerusalem und Kairo müssen demnach übereingekommen sein, dass Israel in dieser kritischen Situation zum Bruch des Friedensvertrages schweigt. Aber Israel geht ein erhebliches Risiko ein, denn es gibt auch eine Kehrseite: sollte das Regime scheitern, sähe sich Israel hunderten ägyptischen Panzern an seiner Grenze gegenüber.

1 Kommentar:

  1. Ägyptens Armee wird keine Gewalt gegen die Bevölkerung einsetzen, sie hält die Forderungen der Opposition für legitim. Dies gab ein Militärsprecher am Montagabend bekannt. Für heute planen die Regimegener einen "Marsch der Millionen". Das gibt ja grosse Hoffnung, dass alles relativ friedlich zu Ende geht.

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