Dienstag, 25. Januar 2011

Libanon bleibt instabil

Wie Al Arabia meldet, führt die libanesische Armee derzeit Verhaftungen in den sunnitischen Wohnvierteln Beiruts durch, drei hochrangige Mitglieder des Hariri nahestehenden Sicherheitsdienstes sind verhaftet worden. Sie werden beschuldigt, die Proteste gegen den neuen Premier anzustacheln. In seinem Al Manar-Fernsehen schreit der Hisbollah-Scheich Nasrallah derzeit bis zur Heiserkeit, dass Mikati nicht ihr Kanditat sei und sie sich auch nicht bestrebt sei, sich Libanon  anzueignen. Mikati soll eine "Regierung der nationalen Einheit" bilden - in Erinnerung an die Regierung, die sie selbst vor wenigen Tagen gestürzt hatte -  nach seinen eigenen Worten sei seine Hand an alle Fraktionen ausgestreckt. 
Zu einem Bürgerkrieg wird es wohl nicht kommen, denn daran ist weder das Hariri-Lager und noch weniger die Hisbollah interessiert. Was aber sehr wohl passieren kann, ist ein Szenario, das an den Irak nach dem Saddam-Sturz erinnert: man wird mit vereinzelten Racheaktionen der Sunniten, Terroranschlägen und sporadischen Protesten im ganzen Land rechnen müssen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen