Donnerstag, 6. Januar 2011

PM-Kanzlei bestreitet "undichte Stellen"

Die Kanzlei des Premierministers sah sich gezwungen, zum zweiten Mal im Laufe des Tages Stellung zu den Presseberichten zu nehmen, wonach Netanjahu seine engeren Berater mit dem Lügendetektor habe prüfen lassen, um auszuschliessen, dass sich unter ihnen die Quelle befindet, die geheime und sicherheitsrelevante Informationen an die Medien und / oder Interessenten habe durchsickern lassen. Al Jazeera hat heute zusätzlich die Meldung verbreitet, dass hinter dem Rücktritt des früheren PR-Beraters des Premierministers Nir Hefez eben die Tatsache stehe, dass er beim Lügendetektortest durchgefallen sei. Aus dem selben Grund werde bald auch der Sekretär in der Premierministerkanzlei Zvi Hauser zurücktreten müssen. Auch der Sicherheitsberater Uzi Arad habe den Test über sich ergehen lassen, ihn hat Al Jazeera allerdings den Test bestehen lassen
Dazu erklärte die Kanzlei, dass "die Veröffentlichung in der kuwaitischen Presse falsch und durchwegs lügenhaft ist. So etwas gab es nicht und konnte es gar nicht geben." Laut der Pressemitteilung der Kanzlei sei die Untersuchung nicht vom Premier, der absolutes Vertrauen in seine Mitarbeiter habe, sondern vom Inlandsgeheimdienst Schabak initiiert worden und auch die Methode des Lügendetektors sei vom Schabak ausgewählt worden. Am wichtigsten sei aber, dass die Untersuchung gezeigt habe, dass sich die Quelle nicht unter den getesteten Kanzleimitarbeitern befindet, und diese Tatsache spreche für sich.
Unklar bleibt, welche Informationen genau verraten gewesen sein sollen.

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