Samstag, 8. Januar 2011

Totalboykott Israels durch das eigene Aussenministerium

Der Betriebsrat des Aussenministeriums hat die Streikmassnahmen ausgeweitet. Die Mitarbeiter israelischer Vertretungen im Ausland wurden angewiesen, sämtliche Kontakte zum Aussenministerium, der Kanzlei des Premierministers und dem Präsidialamt abzubrechen und ihre Dienstleistungen bis auf weiteres einzustellen. Bis der Arbeitskonflikt beigelegt ist, werden keine Einreisevisa ausgestellt, was bedeutet, dass aus den Ländern, mit denen keine Abkommen über die Visafreiheit bestehen, keine Einreise nach Israel möglich sein wird. Die Auslandsvertretungen sollen auch ihre Kontakte zu den diplomatischen Stellen vor Ort abbrechen. Vor kurzem musste der russische Präsident Medwedew seine Israel-Reise absagen, ob der Besuch der Bundeskanzlerin Merkel mit mehreren Ministern zu den jährlichen israelisch-deutschen Regierungskonsultationen wie geplant stattfinden wird, weiss im Moment niemand. Die Streikenden fordern die Angleichung ihre Gehälter an die Löhne der Beschäftigten in den Geheimdiensten und im Verteidigungsministerium. Sie sind überzeugt, vom Anspruch her die gleiche Arbeit wie die letzteren zu leisten, aber dafür weniger Geld zu bekommen.

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