Mittwoch, 16. Februar 2011

Ägypten verlegt zusätzliche Truppen auf Sinai

Wie Arutz 7 meldet, hat die ägyptische Führung weitere Truppen auf die demilitarisierte Sinai-Halbinsel verlegt, zusätzlich zu den zwei Bataillonen, die noch während der Unruhen zum Schutz des Präsidentenpalastes in Scharm El Scheich entsandt worden waren. Der Militärrat Ägyptens hat erklärt, dass die Verlegung regulärer Armeeeinheiten zum Schutz der Erdgaspipeline nach Israel und Jordanien vor Sabotageangriffen erfolgt. Über die genaue Grössenordnung der Truppenverlegung herrscht bislang Unklarheit. Obwohl die ägyptischen Generäle erklärt haben, dass die Massnahme mit der israleischen Regierung abgestimmt worden sei, gab es aus Jerusalem dazu keine offiziellen Stellungnahmen, vielmehr "berate man" über die gegenwärtige Situation in Ägypten.
Heute hat das Infrastrukturministerium mitgeteilt, dass die Unterbrechung der Versorgung mit ägyptischem Gas - nach dem Sabotageangriff auf den Erdgasterminal in El Arisch - voraussichtlich bis Ende Februar dauern wird. Der staatliche israelische Stromerzeuger "Hervat Haschmal", der Hauptabnehmer von ägyptischem Gas, sucht bereits nach alternativen Lieferanten, der kleine israelische Erdgasversorger in Aschkelon kann den Bedarf nur sehr kurzfristig decken. Erschwerend kommt hinzu, dass die ägyptische "Opposition" bei ihren letzten Verhandlungen mit dem Militärrat u. a. auch die Einstellung der Erdgasversorgung Israels gefordert hat, weil sie "zu lächerlichen Preisen" erfolge, was der ägyptischen Wirtschaft schade. 

Man kann sich aber kaum vorstellen, dass Ägypten nur für Israel spezielle Preisnachlässe macht, während es die arabischen Glaubensbrüder in Jordanien und Libanon rücksichtslos zur Kasse bittet. Dazu kommt noch, so die Opposition, dass ja Israel die "Palästinenser" unterdrücke, deshalb müsse dem "zionistischen Gebilde" der Hahn zugedreht werden. Und da kommt man der eigentlichen Ursache der recht schleppenden Reparaturarbeiten in Ägypten schon etwas näher. Arutz 7 hatte gestern gemeldet, dass die zweite Abzweigung nach Jordanien weiter in Betrieb ist und nur die Pipeline nach Israel stillgelegt worden ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen