Donnerstag, 17. Februar 2011

Bahrain: Schiitenproteste brutal niedergeschlagen

Nach dem Übergreifen der Proteste auf das Ölkönigreich Bahrain ist die Polizei des Landes, verstärkt durch die aus Saudi-Arabien eingetroffenen Armeeeinheiten, äusserst brutal gegen die an Stärke gewinnenden Schiitenproteste vorgegangen. In der Nacht zum Donnerstag und am frühen Morgen haben die Sicherheitskräfte damit begonnen, den zentralen Platz der Hauptstadt Manama, den "Perlen-Platz", von den Schiiten zu "säubern", die dort nach dem "ägyptischen Vorbild" Zelte aufgeschlagen und übernachtet haben. Zu Einsatz kamen Tränengas und Gummigeschosse. Offizielle Quellen in Bahrain sprechen von 4 Toten Demonstranten, der Vorsitzende der Schiitepartei "Waqf" Abdul Dschalil Halil von "20 Märtyrern". Amerikanische Soldaten von der Basis der 5 US-Flotte, die in Bahrain ihr Hauptquartier hat, sprachen von "viel Blut auf den Strassen Manamas". Im zentralen Klinikum befinden sich ca. 600 teils schwer Verletzte, ein Reporter von New York Times berichtete vom Ort des Geschehens, dass ein saudischer Soldat ihm mit dem Tod gedroht habe, sollte er es versuchen, den verletzten Demonstranten zu helfen.
Arutz 7 zufolge hat die Armee die Bevölkerung gebeten, keine Versammlungen auf dem Platz und in der Hauptstadt generell abzuhalten, es würden "alle nötigen Schritte unternommen, um die Staatssicherheit zu gewährleisten". Z z wird Manama durch die Armee kontrolliert, einschliesslich saudischer Hilfstruppen. Das Video, das die eingerückten saudischen Panzer und Truppentransporter in Manama zeigt, ist leider  einen Tag später vom Benutzer entfernt worden.

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