Montag, 21. Februar 2011

Open End in Libyen: von Gaddafi ist alles zu erwarten [erneuert]

Debka berichtet, dass auf Malta zwei Mirage-Jets und Hubschrauber der libyschen Luftwaffe gelandet sind, an Bord der Hubschrauber sind vermutlich Eliten bzw. Familien der Regime-Angehörigen, die das
Regime vor einer etwaigen "letzten Schlacht" in Sicherheit bringen will. Die libysche Luftwaffe gilt als die treueste Regime-Stütze. Arutz 7 berichtet, dass die beiden Kampfpiloten auf Malta Asyl beantragt haben.
Wo sich Muammar Gaddafi gegenwärtig befindet, weiss offenbar niemand ausser seiner engsten Umgebung, die Berichte von Al Arabia und Al Jazeera über die Flucht Gaddafis nach Venezuella wurden von keiner anderen Quelle bestätigt. Gaddafi ist seit dem 19. Februar nicht mehr öffentlich aufgetreten, auch sein Sohn Saif ist in seiner letzten Ansprache im Staatsfernsehen nicht darauf eingegangen, warum er und nicht sein Vater die Rede "zur Lage der Nation" hält. Debkas Quellen halten es für unwahrscheinlich, dass Gaddafi sich kampflos dem Schicksal Mubaraks und Ben Alis fügt und sich dem "Volkswillen" bzw den Aufständischen beugt, im Gegensatz zu Mubarak ist dem Oberst der libyschen Revolution ein viel rigoroseres Vorgehen zuzutrauen. Ein anderes wichtiges Merkmal der libyschen Proteste ist deren ethnische Färbung und die Gefahr des Auseinanderbrechens des Landes in mindestens zwei Teile - Tripolitanien vs. Cyrenaika - oder mehrere Stammesgebiete, sollte das Regime die Aufstände nicht niederschlagen können.  Von diesem Szenario sprach auch Saif Gaddafi.
Westliche Staaten senden derweil Flugzeuge und Fähren nach Malta in der Hoffnung, ihre Landsleute zu evakuieren. Früher am Tag ist dem türkischen Passagierflugzeug, das einen Teil von rund 3000 Türken im Land evakuieren sollte, die Landung in Benghazi verweigert worden, es musste zurückkehren. Die westlichen Ausländer  sind in Libyen vor allem in der Erdöl- und Erdgasförderung beschäftigt.

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