Sonntag, 6. Februar 2011

Der misslungene ägyptische Lenin

mit Larijani [r.]
In einem NBC-Interview sagte Mohamed El Baradei am Sonntag, dass er an den Gesprächen zwischen Regierung und Opposition in Ägypten zur Beilegung der Unruhen  nicht teilgenommen habe, weil er nicht eingeladen worden sei. Er kritisierte die Verhandlungen als nicht zielführend: sie würden "von denselben Kräften geführt, die Ägypten in den letzten 30 Jahren regiert [hätten]"; "der Veränderungsprozess" sei gestoppt worden. Der frühere IAEO-Generaldirektor in Wien wurde von den Enthusiasten westlicher Medien in den letzten anderthalb Wochen zum "Führer der Opposition" hochstilisiert. Die Moslembrüder haben ihn nun als untaugliches und verbrauchtes Feigenblatt ausgespuckt. Auch Lenin war aus dem Ausland angereist - genauer, geschickt worden -  um das Zarenreich mit einer bolschevistischen Revolution als Akteur im I Weltkrieg zu neutralisieren. El Baradei ist nicht Lenin. 

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