Sonntag, 6. Februar 2011

Hussein: Mubarak soll doch vorerst bleiben

US-Präsident Hussein hat seinen Sondergesandten in Ägypten Frank Wisner mitteilen lassen, dass Präsident Husni Mubarak doch noch einige Zeit an der Macht bleiben solle, meldet NRG-Maariv. "Die Situation ist gefährlich, doch der Weg für Veränderungen ist offen. Ich bin mir sicher, dass die führende Rolle Mubaraks in diesem Moment notwendig ist, er hat eine grosse Verantwortung: das Land für Veränderungen fit zu machen." Noch vorgestern hiess es aus dem Weissen Haus in Bezug auf den Rücktritt Mubaraks "unverzüglich" und "now is now". Viel zu sehr hatte sich Hussein auf die Moslembrüder verlassen.
Die Normalität kehrt in das Alltagsleben allmählich wieder ein: heute sollen nach zehntägiger Pause die Banken und die kairoer Börse ihre Arbeit wiederaufnehmen. Die Situation auf dem Tahrir-Platz hat sich am Abend beruhigt, einige tausend Demonstranten halten sich immer noch auf dem Platz auf und bitten die Armee, die Zugänge zum Platz nicht zu verlassen, aus Angst vor Angriffen der Mubarak-treuen Gegendemonstranten. Unterschiedlichen Quellen zufolge wurden bei den heftigen Ausschreitungen der letzten 12 Tage zwischen 150 und 300 Menschen getötet und ca. 4000 verletzt. Die "Revolution" ist vorerst misslungen.

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