Mittwoch, 16. Februar 2011

Jordanischer Minister: Israel - feindlicher Staat

Nach dem Aufruf, den siebenfachen Kindermörder Ahmad Dakamsche freizulassen, ist der jordanische Justizminister im neugebildeten Kabinett von König Abdullah II, Hussein Madschali, noch ein Stück weiter gegangen und Israel als einen "feindlichen Staat und Terrorstaat" bezeichnet. Dakamsche erschoss 1997 sieben israelische Schülerinnen und verletzte weitere sechs auf deren Reise in Jordanien. Madscahli war damals Dakamsches Verteidiger vor dem jordanischen Gericht. Er konnte die jordanische Justiz überzeugen, dass der Mörder in "psychisch labilem Zustand" gewesen sei, woraufhin die sonst nach dem jordanischen Strafrecht fällige Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wurde. Madschali hatte gestern das "Heldentum" Dakamsches gepriesen und dessen Freilassung gefordert. Das israeische Aussenministerium hat heute einen hochrangigen jordanischen Botschaftsvertreter einbestellt und eine Protestnote ausgehändigt. Israel erwartet eine offizielle Verurteilung der Worte des jordanischen Ministers sowie, dass der siebenfache Kindermörder im Gefängnis bleibt. 
Laut Madschali fürchte Israel die Freilassung dieses Helden, weshalb Israel ein Terrorstaat sei. "Wir alle - als Volk und als islamische Nation - müssen uns gegen Israel vereinen", so Madschali. Vielleicht hilft diese Hetze der jordanischen Staatsspitze, den arabischen Volkszorn im eingenen Land zu kanalisieren, um dem Schicksal Ben Alis oder Mubaraks zu entkommen. Vielleicht auch nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen