Donnerstag, 10. Februar 2011

Minister beten am Grab Josefs

Gerschkowitz, Edelstein am Grab Josefs
In der Nacht zum Donnerstag versammelten sich ca. 1000 Juden am Grab Josefs des Gerechten, des jüdischen Patriarchen und elften Sohnes Jakobs, zum Gebet meldet Kol Israel. Die Grabstätte befindet sich in der heute arabisch besetzten jüdischen Stadt Schchem [dt.: Sichem, "Nablus"], steht aber nach wie vor unter israelischer Souveränität. Zum ersten Mal nahmen am Gebet am Grab Josefs Mitglieder der israelischen Regierung teil, Daniel Gerschkowitz, Wissenschafts- und Kultusminister [Jüdisches Haus], Mosche Kahlon, Minister für Telekommunikation [Likud] und Juli Edelstein, Minister für Information und Diaspora [Likud]. Das Gebet fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, es blieb ohne Zwischenfälle. Die Grabstätte ist in den letzten Jahren restauriert worden, doch das Gelände rundum trägt immer noch viele Zeichen der Schändung und Missachtung der örtlichen arabischen Bewohner. Weil es Ende letzten Jahres Mutmassungen gab, dass das Heiligtum unter die "Souveränität" der arabischen Autonomie gestellt wird - Anlass war das Treffen von Generalstabschef Aschkenasi und zwei israelischen Oberrabinern mit der arabischen Verwaltung Schchems, aus dem keine Einzelheiten nach Aussen drangen - kann man das Ereignis der letzten Nacht, und vor allem die Beteiligung der Regierungsvertreter am Gebet, als ein deutliches Zeichen werten, dass Israel sein Heiligtum nicht hergeben wird.

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