Dienstag, 8. Februar 2011

Zweite EFI-Konferenz in Jerusalem geht zu Ende

Vom 5. bis 8 Februar 2011 fand in Jerusalem die 2. Policy-Konferenz der Europäischen Freunde Israels [EFI] in Jerusalem statt. 2006 gegründet bringt EFI mit ihren ursprünglich ca. 1000 Mitgliedern der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten und den Abgeordneten des EU-Parlaments die politischen Kräfte der EU zusammen, die der Überzeugung sind, dass Israel aufgrund des mit den europäischen Völkern geteilten jüdisch-christlichen, humanistischen Wertekanons eine stärkere Anerkennung und Unterstützung seitens der EU benötigt und verdient. EFI ist eine wachsende transnationale politische Vereinigung, die sich im Grunde gegen den übermächtigen Einfluss des proarabischen und proislamischen Mainstreams in der EU wendet, den aniisraelischen EU-Konsens nicht mittragen will und Partei für Israel ergreift. EFI ist der Überzeugung, dass die einseitige Drückausübung, Souveränitätsverletzungen, Boykott-Aufrufe und Sanktionsdrohungen gegen den in seiner Region von allen Seiten bedrängten jüdischen Staat keinen Platz in der EU-Politik haben dürfen.

Die ca. 400 EU-Parlamentarier der EFI nahmen in den vergangenen vier Tagen an Knesset- und Ausschusssitzungen teil, wie heute an der Sitzung des Knessetausschusses für Aliyah und Integration. Den Ausschussmitgliedern und europäischen Gästen wurden die aktuellen Daten des Ministeriums für Einwanderung und Integration zur Einwanderung nach Israel vorgestellt. Mittlerweile machen die Neueinwanderer ein viertel der Gesamtbevölkerung Israels und ein drittel der Erwerbstätigen aus. Den Sitzungsteilnehmern wurden die Besonderheiten der Einwanderung nach Israel und der israelischen Integrationspolitik vorgestellt. "Wir nennen sie [die Olim, bzw. jüdische Neueinwanderer, Red.] nicht 'Flüchtlinge'. Die Aliyah ist das nationale Ziel des Staates Israel. Jeder Ole kehrt in das Land seiner Vorfahren, in seine Heimat zurück und der Staat ist aufgefordert, ihm bei der Unterkunftssuche, Gesundheitsversorgung und Bildung zu helfen", so die Ausschussvorsitzende Lia Schemtov [Israel Beitenu]. Seit der Staatsgründung 1948 sind 3. Mio. Juden nach Israel eingewandert, davon ca. 60 % aus Europa, 16% aus Afrika, 14% aus Asien und 8% aus Nordamerika und Australien. Nach dem Fall des "eisernen Vorhangs" kamen geschätzte 1,2 Mio Juden und ihre Familienangehörige aus der ehem. UdSSR nach Israel. In den letzten Jahren wächst die Aliyah aus den Ländern, die man gemeinhin als Wohstandsländer bezeichnet und die diese Bezeichnung noch vor 20 Jahren auch verdienten, aus den EU-Staaten und Nordamerika. In den Jahren 2000 und 2001 kamen im Schnitt 1800 Juden nach Israel, mittleriweile wandern jährlich ca. 3000 Menschen aus diesen Ländern nach Israel ein.

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