Sonntag, 20. März 2011

Assad ist dran

Wenn sich die Repräsentanten des Westens a la Sarkozy, Cameron oder Hussein vorgenommen haben, für die Araber ihre internen Machtkämpfe zu entscheiden, dann haben sie noch viel zu tun und müssen schauen, dass sie sich nicht übernehmen. Der umtriebige Zwerg könnte seine nächste Spielwiese in Syrien bekommen, denn in Frankreich, und Eurabien allgemein, ist alles in Ordnung und nichts mehr zu tun.  Die Lage für den syrischen Diktator Assad wird nämlich immer prekärer. Vorgestern wurden bei den Zusammenstössen zwischen einer Beerdigungsprozession und den syrischen Sicherheitskräften in der Stadt Daraa im Süden des Landes fünf Menschen erschossen, dutzende wurden verletzt. Daraufhin haben die örtlichen Stammesfürsten "den sofortigen Abzug aller Vertreter und Soldaten des Regimes" aus der Stadt gefordert, meldet u. a. ynet. Andernfalls würden "alle Polizeistationen und Armeekasernen in der Stadt niedergebrannt". Die Proteste haben inzwischen auf die nach Aleppo und Damaskus drittgrösste Stadt Homs im Westen des Landes übergegriffen. Die Stadt Daraa wird gegenwärtig von der syrischen Polizei blockiert. 

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