Mittwoch, 16. März 2011

Chavez setzt Atomprogramm aus, Ahmadinedschad und Erdogan wollen weiter machen

Die Katastrophe in Japan, die gebietsweise apokalyptische Ausmasse erreicht hat, hat zum Umdenken in Sachen Atomkraft in aller Welt geführt, die von sporadischen aktionistisch anmutenden Sicherheitsüberprüfungen der vorhandenen AKWs [China, USA, Deutschland], bis hin zu Grundsatzentscheidungen über die Aufgabe des Nuklearprogramms reichen. Laut Arutz 7 hat ausgerechnet der engste Freund und Verbündete von Ahmadinedschad, der venezolanische Präsident Hugo Chávez, den geplanten Bau eines 4.000-Megawatt-AKWs mit russischer Technologie eingefroren. Die Risiken seien zu gross. Die beiden anderen Schwergewichte der Achse, die Regierungen der Türkei und des Iran, haben dagegen keinen Zweifel daran gelassen, dass sie an der Entwicklung ihres "zivilen Atomprogramms" festhalten wollen. Ahmadinedschad pries zudem die Sicherheit der iranischen Atomanlagen, die den japanischen, die mit einer "Technologie von gestern" gebaut worden seien, vielfach überlegen seien. Wahscheinlich meinte er das AKW in Buschehr, das Siemens in den 70ern zu bauen anfing, und das noch vor der endgültigen Inbetriebnahme heruntergefahren werden musste - aufgrund akuter Warnungen der russischen Nuklearexperten. Im Gegensatz zu Europa, wo von den geologischen und klimatischen Bedingungen her die Risiken überschaubar sind, befinden sich der Iran wie auch die Türkei in seismisch sehr aktiven Gebieten.

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