Samstag, 12. März 2011

Eurabien zum Kindermord in Itamar: Indifferenz und schlecht verdeckte Genugtuung

In einer Fernsehansprache heute Abend hat PM Netanjahu die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, den Terrorangriff vom Freitag zu verurteilen, und gleichzeitig die fehlende Sensibilität derselben beklagt, wenn es um jüdische Leben geht. "Ich habe gemerkt, dass einige Staaten, die in den Weltsicherheitsrat eilen, um Israel, den jüdischen Staat, für den Bau eines Hauses irgendwo in Juda-Samaria zu verurteilen, mit ihrer Verurteilung zögern, wenn jüdische Babys erstochen werden", sagte Netanjahu. Gleichzeitig hat Netanjahu die halbherzige und schwache "Verurteilung" der abartigen Tat durch den PA-Anführer Abbas kritisiert, die keine direkte Verurteilung der Mörder enthielt. Er stellte die Doppelzüngigkeit Abbas' heraus, der auf internationalen Foren vom Frieden spricht und intern solche Taten gutheisst und ein Klima des Hasses fördert. Nicht minder heuchlerisch lasen sich die verspäteten Verurteilungen "zu Protokoll" der EU, der UNO und des US-State Departments, die alle gleich Israel zur Zurückhaltung aufgefordert haben. Eine übermässige Anteilnahme war da nicht herauszulesen.

Ebenso, wie etwa in der verabscheuungswürdigen und faschistoiden Süddeutschen, bei der es in der ersten Zeile des Berichts heisst "Fünf israelische Siedler sind im Westjordanland ermordet worden", und die erst einmal israelische Soldaten bei der Errichtung einer Strassensperre zeigt. In der Bildbeschreibung wird der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang gleich nochmals verdreht. Solche Reaktionen zeugen eher von schlecht verdeckter Genugtuung, als von aufrichtiger Verurteilung.
Debka's Quellen zufolge soll Abbas vor seinem Telefonat mit Netanjahu, in dem er ihm sein "Beileid" aussprach, die PA-Minister angewiesen haben, den eigentlichen Anschlag nicht offen zu verurteilen. Aus seinem Schweigen zum eigentlichen Mord zieht man in den israleischen Sicherheitskreisen zwei mögliche Konsequenzen: entweder nützt er die Tat, die von seiner Fath-Miliz ausgeführt wurde, um seine schwindende Akzeptanz auf der arabischen Strasse zu erhöhen, oder: er erwägt tatsächlich, die angestaute Wut über seine "Regierung" in einer neuen Intifada gegen Israel zu kanalisieren, wie es sein Vorgänger Arafat 2000 gemacht hatte. Die Sicherheitsdienste im ganzen Land sind deshalb in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

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