Mittwoch, 9. März 2011

Fall Weisman: 70 Rekruten drohen mit Meuterei

Schimon Weisman
Etwa 70 Rekruten der Infanteriebrigade Kfir, zuständig für Samaria, drohen dem Kommandeur mit Meuterei, sollte ihr Kamerad Schimon Weisman nicht sofort aus der Militärhaft entassen werden. Nach der Zerstörung seines Hauses beim überfallartigen Einsatz der Polizei in Havat Gilad, hatte sich Weisman geweigert, in die Einheit zurückzukehren, bis sein Haus wiederaufgebaut ist. Zur Begründung sagte er, er könne es nicht akzeptieren, dass er als Soldat den Staat verteidigt, und der Staat um 4 Uhr morgens die Farm überfällt und sein Haus zerstört. Als ob die Zerstörung seines Hauses keine ausreichende Strafe wäre, erhielt Weisman eine 30-tägige Disziplinarhaft für seinen Protest dagegen. Die Kameraden von Weisman haben daraufhin eine Kampagne für die Beendigung der Verfolgung Weismans gestartet, die sie für hart und ungerecht halten. In ihrer Botschaft an das Brigadenkommando schreiben sie: "Derjenige, der die harte Strafe gegen Schimon Weisman als Mittel der Einschüchterung gegen die restlichen Soldaten nutzen wollte, hat das Gegenteil erreicht: wir sind keine Feiglinge, sonst hätten wir uns nicht in die Kfir einberufen lassen. Und wir erklären: sollte Schimon Weisman nicht freigelassen werden, wird die Kfir-Brigade dutzende Soldaten verlieren." Die "Klärungsgespräche" der Offiziere mit den Protestierenden haben nichts gebracht. Der Kfir-Oberst sagte dem Rundfunk Kol Israel, dass in der Brigade "alles ruhig" sei und man nur mit dem "unwürdigen Verhalten einiger weniger" zu tun habe, die aber "ihre Strafe noch bekommen" würden. Sollte sich die Regierung aber weiterhin den Luxus leisten, gegen Jugen in Israel Krieg zu führen, um "der Welt" zu gefallen, werden sich die "einigen wenigen" allerdings mehren.

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