Samstag, 26. März 2011

Gaza: Terror nach Aussen, Anarchie im Inneren; "Eiserne Kuppel" für den Süden

Auch am Schabbat setzten die Terroristen des Gazastreifens ihre Angriffe auf israelische Ortschaften im der westlichen Negev fort, eine der abgefeuerten Raketen landete in unmittelbarer Nähe eines Wohnhauses im Bezirk Eschkol, es entstand Sachschaden, zum Glück wurde niemand verletzt. Der Kommandeur des Militärbezirks Süd Gen. Tal Russo sagte dem Armeerundfunk Galej Zahal, dass in Gaza de facto ein Zustand der Anarchie herrscht, und keiner der Terrorvereine die Situation vollständig kontrolliert: es gibt Spannungen zwischen dem "islamsichen Jihad" und der Hamas, letztere ist wiederum intern zerrissen: während die "Regierung" für die Aufrechterhaltung der "Waffenruhe" eintritt, weigert sich ihr bewaffneter Arm, die "Issadin al Qassam-Brigaden", sich daran zu halten. Die politische Führung des Vereins in Damaskus in Person von Chaled Maschal, ist wiederum traditionell "radikaler" und will von ihren Brüdern in Gaza die Fortsetzung des "Widerstandes". Und da gibt es noch diverse versprengte al Qaida nahestehende Splittergruppen, wie die "Armee des Islam" im Süden der Enklave, die keine Autorität anerkennen und denen ihre oben genannten Kollegen  alle zu lasch sind. In Bezug auf die Möglichkeit der Wiederholung von "Gegossenem Blei" sagte Russo, dass dies nicht von Israel, sondern von den Terroristen abhängt, die anscheinend ein schlechtes Gedächtnis haben. Den Terroranschlag in Jerusalem sieht die Regierung Israels im Zusammenhang mit der Eskalation der Gewalt rund um den Gazastreifen und rechnet ihn der Hamas zu, die auch in Juda-Samaria zahlreiche Anhänger hat. 

Ein deutliches Indiz dafür, dass Israel eine grösser angelegte Operation zur Beruhigung der Terroristen in Erwägung zieht, kann man die Verlegung einer oder mehrerer Batterien  des Raketenabwehrsystems "eiserne Kuppel" in den Süden werten. Sie werden voraussichtlich am Sonntag in Betrieb genommen. Das moderne System berechnet die Flugbahn des gegnerischen Geschosses, ermittelt den potentiellen Einschlagsort und feuert eine Abfangrakete in Abhängigkeit davon ab, wie gefährlich der Einschlag an diesem Ort sein wird. Das System neutralisiert Raketen kleiner und mittlerer Reichweite [4-70 km] sowie Granaten und Mörsergeschosse vom Kaliber 122 mm und grösser. Die Erklärung der Hamas am Abend, sie wolle sich an die Waffenruhe halten, wurde in Israel mit Skepsis aufgenommen, weil solche "Absichtserklärungen" auch in der Vergangenheit nichts wert waren.

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