Montag, 14. März 2011

Nach zweiter AKW-Explosion: Japan ersucht IAEO um Hilfe

Nach der Explosion im zweiten Block des AKW Fukushima-I, dem Block 3, hat Japan heute die IAEO und die USA um Hilfe gebeten, berichten mehrere Nachrichtenagenturen. IAEO-Generalsdirektor Yukiya Amano hat das Hilfeersuchen bestätigt und betont, dass die japanischen Behörden "unter sehr schwierigen Umständen alles Mögliche tun, um die Situation in den AKWs zu stabilisieren und die Bevölkerung zu schützen". Allem Anschein nach ist die Kontrolle über die Vorgänge in den Reaktoren den japanischen Behörden weitgehend entglitten. Die Explosion im Block 3 war ebenso wie die Explosion im Block 1 Folge des Versagens des Kühlsystems. Ebenso wie beim ersten Unfall betont der Generalsekretär der japanischen Regierung Yukio Edano, dass nur die äusseren Wände und nicht der innere Reaktorkern beschädigt wurden. Er räumte aber ein, dass eine "hohe Wahrscheinlichkeit" bestehe, dass die Brennstäbe zu schmelzen beginnen. Seismologen warnen indes vor weiteren starken Nachbeben, die Tsunamis verursachen können. 
Am Dienstagmorgen sollen Familien der israelischen Diplomaten in Japan in Israel ankommen, die Diplomaten selbst bleiben in Tokio, koordinieren die Suche nach den vermissten Israelis, beteiligen sich an den Evakuierungsmassnahmen in den Katastrophengebieten und betreuen die israelischen Rettungsmannschaften. In Tokio kommt es dauernd zu kleineren Erdstössen, die Strom- und Trinkwasserversorgung bricht regelmässig zusammen. Das Grauen will in Japan kein Ende nehmen. Präsident Peres und PM Netanjahu haben im Namen Israels ihre Bestürzung über die Katastrophe in Japan und dem japanischen Volk ihr tiefes Beileid ausgedrückt.

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