Donnerstag, 3. März 2011

Saleh will braver Junge sein

Saleh
Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat sich unerwartet für die eigenen Äusserungen entschuldigt, in denen er Israel und die USA der Anstachelung zu den Volksaufständen in der arabischen Bevölkerung gegen die etablierten Regime beschuldigte. Noch vorgestern hielt Saleh in der Universität von Sana einen Vortrag, in dem er die Protestwelle in der arabischen Welt als "nichts anderes als eine zionistische Verschwörung" bezeichnete. "Die Proteste werden aus dem Weissen Haus und dem Kontrollzentrum für die Destabilisierung der arabischen Welt in Tel Aviv gesteuert", offenbarte Saleh. Was auch immer den Geisteswandel von Saleh bewirkt haben mag, aber einen Tag daraf hat er den Sicherheitsberater [chief counterterrorism advisor] Husseins John O. Brennan angerufen und sein tiefes Bedauern über das Gesagte geäussert. Er hat ferner zugesichert, "Reformen und Demokratie im Jemen zu fördern", wozu er Gespräche mit der Opposition führe. Brennan hat die Beichte Salehs hoch bewertet und seinen Willen zur Verständigung mit der Opposition gelobt. Die US-Regierung geht für Saleh gegen die schiitische Al Huthi Miliz und andere Terrorgruppen im Jemen vor. Deshalb hat Saleh versprochen, künftig stets ein braver Junge zu sein.

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