Freitag, 11. März 2011

Schweres Erdbeben in Japan, Israel sichert Hilfe zu

Stadt Fukushima nach Tsunami
Um ca. 14:45 Uhr Ortszeit erschütterte Japan ein Erdbeben der Stärke 8,8  [später korrigiert: 8,9] auf der Richterskala, eins der stärksten in den vergangenen Jahrzehnten, das Epizentrum lag im Pazifik, 10 km unter der Erdobefläche und 125 km von der japanischen Ostküste entfernt, anschliessend traf eine bis zu 10 m. hohe Tsunamiwelle auf die Ostküste Japans, es wurden Tsunamiwarnungen für weite Teile des Pazifiks herausgegeben.  Die Opferzahl wurde von reuters zuletzt mit 44 Menschen angegeben, Tendenz steigend, hunderte gelten als vermisst, ein Schiff mit 100 Fahrgästen, das sich im Tsunamigebiet befand, wird als vermisst gemeldet, der Schaden an der Infrastruktur ist immens, in den betroffenen Gebieten sind die Telephonnetze und das Internet zusammengebrochen, viele Industriebetriebe sind teilweise zerstört, fünf Atomkraftwerke wurden notfallmässig heruntergefahren, der zentrale Flughafen "Narita" in Tokio ist geschlossen worden, tausende Wohnhäuser sind ganz oder teilweise zerstört, Brände sind ausgebrochen, darunter in einem der Atomkraftwerke. Atomexperten tun alles Mögliche, um den Austritt der Radioaktivität zu verhindern.  Die Regierung in Tokio bestreitet allerdings, dass Atomkraftwerke im Erdbebengebiet Schaden genommen hätten. Allein in Tokio sind 4,5 Mio Menschen ohne Strom. Flugzeuge der japanischen Luftwaffe überfliegen das Gebiet, um die Ausmasse der Katastrophe zu überblicken.
Das israelische Aussenministerium hat gemeldet, dass mit 22 Israelis in Japan bislang kein Kontakt aufgenommen werden konnte, das Gebäude der israelischen Botschaft in Tokio ist ebenfalls beschädigt, die Mitarbeiter befinden sich jedoch an ihren Arbeitsplätzen und versuchen weiterhin, mit den betroffenen Israelis in Kontakt zu treten. Das israelische Aussenministerium hat Japan jede notwenige Hilfe zugesichert, israeische Rettungsteams bereiten sich auf ihren nächsten Einsatz vor. Der japanische Premierminister Naoto Kan hat sich an die Bevölkerung gewandt und erklärt, dass die Regierung die Situation kontrolliere, rief aber die Bürger dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich gegenseitig zu helfen. Er erklärte ausserdem, dass Japan jede Hilfe aus dem Ausland annehmen werde. Zur Bewältigung der Folgen der Katastrophe sind Armeeeinheiten mobilisiert worden.

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