Mittwoch, 16. März 2011

Türkei lässt iranisches Flugzeug nach Aleppo weiterfliegen

Im flutartigen Informationsstrom zu Katastrophen und Aufständen ist die Meldung über den Abfang des iranischen Frachtflugzeuges von Teheran nach Aleppo, Syrien, im türkischen Luftraum [heute berichtet] fast untergegangen. Das ist genau das, was das iranische Regime auch weiss und nützt. 
Der Vorsitzende der Vereinigung für israelisch-türkische Partnerschaft MK Robert Tivjaev [Kadima] hat sich bereits beeilt, sich im Namen Israels bei der türkischen Regierung für die Aktion zu bedanken. Ob Tivjaev auch über Erkenntnisse verfügte, die ein Anlass wären, sich bei den Türken zu bedanken, ist fraglich. Aber immerhin ist man an die Existenz der Vereinigung für israelisch-türkische Partnerschaft in der Knesset erinnert worden, deren Aktivitäten in letzter Zeit recht bescheiden sind. Arutz 7 meldet, dass das iranische Flugzeug den türkischen Flughafen Diyarbakir inzwischen Richtung Aleppo verlassen hat. Trotz der Tatsache, dass der türkische Zoll ABC-Experten aus Ankara zur Überprüfung des Flugzeuges heranzog, liess die türkische Regierung verlauten, dass sich "an Bord nichts illegales" befunden habe. Über nähere Details hat die Türkei eine Nachrichtensperre verhängt. Wie hier an verschiedenen Stellen berichtet, hat die türkische Regierung und das iranische Regime in der jüngeren Vergangenheit Vereinbarungen über die Zusammenarbeit im geheimdienstlichen und nuklearen Bereich getroffen.

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