Dienstag, 12. April 2011

Israel protestiert gegen Waffenlieferungen Moskaus an Damaskus

Medwedew, Assad
Israel hat dem Botschafter der Russischen Föderation in Israel Peter Stegniy eine offizielle Protestnote ausgehändigt, meldet Kol Israel. Die Regierung protestiert gegen die Verwendung moderner russischer Waffensysteme durch Terrororganisationen gegen israelische Zivilisten. Nach einer Analyse der auf den israelischen Schulbus abgefeuerten Cornet-Panzerabwehrrakete hat sich herausgestellt, dass sie aus russischer Produktion stammt - solche Systeme werden u. a. in einer Waffenfabrik in der Stadt Tula hergestellt. In die Hände der Terrorristen konnte sie nur aus syrischen Waffenbeständen gelangen. Israel wirft dem Assad-Regime seit Jahrzehnten vor, Waffen an Terrororganisationen weiterzugeben und wirbt bei der Regierung in Moskau ständig gegen solche Waffengeschäfte mit Damaskus, meistens erfolglos. Jerusalem wirft Moskau vor, dass die Vertragsklauseln, nach denen solche Waffen nicht an dritte Staaten oder Organisationen weitergereicht werden dürfen, andauernd verletzt werden, und die Geschäfte trotzdem abgeschlossen werden. Der Vorfall hat zu Spannungen in den  Beziehungen zwischen Jerusalem und Moskau geführt. 
Doch der Anschlag auf einen israelischen Schulbus könnte vor allem Assad treffen, sollte Moskau die Erfüllung seiner Vertragsverpflichtungen ihm gegenüber überdenken. In jedem Fall trägt dies nicht zur Stabilität des Regimes bei, das seit Tagen mit exzessiver Gewalt gegen Demonstranten in Deraa, Latakia, Homs und anderen 25 syrischen Städten vorgeht.

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