Sonntag, 10. April 2011

Moussa fordert Flugverbotszone zum Schutz der Hamas

Moussa
Der Generalsekretär der arabischen Liga und aussichtsreiche ägyptische Präsidentschaftskandidat Amr Moussa hat sich eine kreative Idee zur Beendigung der neuesten Gewalteskalation rund um den Gazastreifen einfallen lassen: die Liga werde sich an den UN-Sicherheitsrat wenden und eine Flugverbotszone für den Gazastreifen fordern, berichtet die ägyptische Zeitung Al Ahram. Offensichtlich ist Moussa von der ruhmreichen Arbeit inspiriet, die die NATO in Libyen leistet. Damit soll Israel die Fähigkeit genommen werden, auf die Angriffe der arabsichen Terrorfraktionen des Gazastreifens zu reagieren. In Kairo werde die Liga eine Sondersitzung zu diesem Thema abhalten. 
Die Absurdität dieses Vorschlags liegt nicht nur darin, dass ja die israelische Zivilbevölkerung unter anhaltendem Raketenbeschuss steht, während die Zahal ausschliesslich Vergeltung übt und Terrorzellen ins Visier nimmt - sie liegt auch noch darin, dass Moussa nicht gesagt hat, wer die Flugverbotszone gegen die israelische Luftwaffe durchsetzen soll. Selbst wenn man sich dieses wahnhafte Szenario vorstellt, dann wird Israel vor allem die Fähigkeit genommen, gezielte Gegenangriffe zu fliegen, es wird dann weniger selektiv vorgehen müssen. 

Mindestens 130 Raketen und Geschosse sind in den letzten zwei Tagen auf Israel abgefeuert worden. Im Anschluss an die Sondersitzung des Sicherheitskabinetts hat VM Barak erklärt, dass Israel nicht vorhabe, 750.000 Einwohner des Südens dauerhaft in Schutzräumen einzusperren und Israel seine Antiterroroperationen fortsetzen werde. Ihr Umfang wird ausschliesslich vom Verhalten der Terroristen abhängen, fügte er hinzu.

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