Sonntag, 24. April 2011

Syrien: Blutbad, GB ruft Bürger zum Verlassen des Landes auf

Am Samstag erreichte der Aufstand der Regime-Gegner in Syrien seinen bisher blutigsten Höhepunkt: in Damaskus gingen 300. Tsd Menschen oder 15% der Stadtbevölkerung auf die Strasse, um gegen das regierende Regime zu demonstrieren, Assad liess wiederum, nach iranischem Vorbild, seine Paramilitärs von der Leine, das Ergebnis: 350 Tote an einem Tag, tausende Verletzte, in der Nacht wurden Massenverhaftungen von potentiellen Regime-Gegnern durchgeführt. Grossbritannien hat seine Bürger aufgerufen, das Land unverzüglich z u verlassen, solange der Flughafen Damaskus noch von kommerziellen Fluggesellschaften angeflogen wird.
Mit dem Assad-Regime verlöre das Ajatollah-Regime in Teheran seinen wichtigsten strategischen Verbündeten, eine Schnittstelle zu Hisbollah und Hamas, ein regionales Schwergewicht, vollgestopft mit C-Waffen. Es gibt Berichte, wonach die iranische Führung bereits Gespräche mit den oppositionellen Elementen in Syrien führt - die Kontinuität in den bilateralen Beziehungen der Achsenmächte muss aus der Sicht Teherans mit allen Mitteln bewahrt werden. Eine westliche Intervention in Syrien wäre der schwerste Schlag nicht nur gegen das Regime Assad, sondern vor allem gegen den Iran. Wenn überhaupt, dann hätte der Westen in Syrien, und nicht in Libyen eingreifen sollen. Doch Sarkozy und Cameron bevorzugen es, den libyschen Oberst und seine Zivilisten in Tripoli zu bombardieren, denn das ist relativ risikofrei, abgesehen von der Überflutung Europas durch afrikanische Flüchtllinge. Und das weiss vor allem Assad, der mit einiger Berechtigung davon ausgeht, dass keine fremde Macht gegenwärtig in der Lage ist, in seinem Land zu intervenieren.

1 Kommentar:

  1. 200 sexuell missbrauchten Kindern in Benghazi. Aufstand der Massen in Tobruk und Bengasi gegen die Rebellen. Siehe:

    http://aims.selfip.org/~alKvc74FbC8z2llzuHa9/default_libia.htm

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