Montag, 16. Mai 2011

Israel warnt Libanon und Syrien vor weiteren Grenzerstürmungen

Arabermob stürmt Grenze, Golanhöhen, 15. Mai
Nach dem versuchten Durchbruch der Staatsgrenze am gestrigen Tag durch tausende Araber aus Syrien, dem Libanon und dem Gazastreifen hat Israel eine Reihe von diplomatischen Schritten eingeleitet, um derartiges künftig zu verhindern. Das Aussenministerium bereitet laut Kol Israel eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat gegen Libanon und Syrien vor, deren Grenztruppen die Erstürmung der israelischenen Grenze zugelassen haben bzw. an der Provokation mitgewirkt haben. Es handelt sich um einen Angriff auf die Souveränität eines anderen Staates und einen klaren Bruch geltender Völkerrechtsnormen, der sanktioniert werden muss. Ausserdem hat sich Israel an die arabischen Nachbarländer direkt mit der Bitte gewandt, jeden künftigen Versuch zu unterbinden, Israels Grenzen zu verletzten. Entsprechende Schreiben sind an die Regierungen Syriens und des Libanon gesandt worden.

Die israelisch-syrische Grenze wird durch die Grenztruppen Assads seit 37 Jahren dermassen streng bewacht, dass "keine Fliege unbemerkt durchkommt", betonen Israels Sicherheitsexperten. Ohne das Wissen und die Zustimmung der syrischen Führung hätte sich die Menge der Staatsgrenze gar nicht nähern können, geschweige denn diese durchbrechen und nach Israel gelangen.  
Es besteht kein Zweifel daran, dass es sich um eine vom Regime Assad geplante und durchgeführte Provokation handelt, die zum Ziel hatte, die israelisch-syrische Grenze anzuheizen und vom blutigen innersyrischen Bürgerkrieg abzulenken. Gleichzeitig befürchten Israels Sicherheitsexperten, dass solche "Mäsche auf Israel" eine neue Mode werden könnten und dass dies nur der Anfang war, die gleiche Ansicht äusserte gestern im Arutz 2 VM Barak. Alle drei "Märsche" trugen die gleiche Handschrift, "dass die Iraner hier mitgemischt haben, ist eine Erkenntnis und keine Mutmassung", sagte eine Quelle in der Armeeleitung dem Kol Israel-Rundfunk.
Derweil fahndet die israelische Polizei noch immer nach syrischen Agenten, die in Madjdal Schams untergetaucht sein könnten, alle Zufahrten zum Dorf werden kontrolliert. Im Laufe einer solchen Strassenkontrolle wurde heute ein Syrer aus einem Taxi gezogen, er und der Taxifahrer, ein Araber aus Jerusalem, werden vernommen.

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